Kategorie: Spiritualität

Alpha-Wochenende: Heiliger Geist und Heide

Der Alphakurs für Gott- und Sinnsucher in unserer neu zu gründenden Pfarrei neigt sich dem Ende zu.
Ein Höhepunkt war jetzt noch das gemeinsame Wochenende.
In den Räumen von St. Hubertus haben wir uns intensiv mit dem Heiligen Geist beschäftigt.
Aufgelockert wurde das ganze durch Pizza, Fassbrause und einen schönen Spaziergang in der Heide.

Aller Wahrscheinlichkeit nach startet der nächste Kurs nach Ostern 2019.

Aus der Tiefe rufe ich Herr, Herr, Herr

Die diesjährige Karfreitagsliturgie wurde durch die Jugend gestaltet. Von verschiedenen Orten lasen sie in verteilten Rollen sehr eindrücklich die Leidensgeschichte Jesu. Das habt ihr super gemacht!!!
An der Stelle der Predigt, sprach ein ehemaliger Häftling, der 1982 einen Raub begangen hatte. Bei seiner Flucht wurde ein Polizist erschossen. Nicht nur wegen unserer kränkelnden Mikrofonanlage war er oft nur sehr schwer zu verstehen. Gerade an den Stellen, wo er von seinen Fehlern sprach, versagte seine Stimme. Nach seiner Verurteilung zu 8 Jahren Gefängnis wegen Raubes und „Lebenslänglich“ wegen Mord, quälten ihn in seiner Stahlzelle Schlaflosigkeit und Alpträume. Schlimme Bilder, Erinnerungen an seine Kinder und immer wieder das Abrutschen, Ertrinken …
Der Chor sang von Otto Abel „Was hülfe(würde helfen) es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne(gewinnen würde) und nähme Schaden an seiner Seele“.
Heinrich selbst beschrieb wie sehr seine Seele verletzt war, er keinen Lebensmut mehr hatte. Um ihn herum nur Hass und Alpträume. In diese Not hörte er seine Mutter sagen: „Wenn nichts mehr weitergeht, fang an zu beten!“ Wie geht das? … Er versuchte und konnte schlafen. Das Schlafen tat so gut, hatte das Beten geholfen? Er bat um eine Bibel, begann zu lesen…
„Liebe deinen Nächsten , wie dich selbst.“ – Wie geht das, sich selbst lieben? Wie kann ich das lernen?
Begegnungen mit Emmausbrüdern, die ihn im Gefängnis besuchten und für ihn beteten und vieles Nachdenken hat ihn verändert. Er konnte dem Hass der Mitinsassen und Wärter einordnen, er kämpfte um Freigang bzw. seine Freilassung. Nach 13 Jahren konnte er das Gefängnis verlassen.
Eine bewegende Geschichte die mit der Kreuzesverehrung eine ganz besondere Tiefe bekam.
Jesus nimmt unsere Schuld auf sich, er will Vergebung. Er will, dass wir uns um unsere Seele kümmern.
Auferstehung (Aufstand) ist immer wieder möglich.
Uta Graba
 

Angela Mintert (12 Jahre) schreibt:
„Wenn nichts mehr weitergeht, fang an zu beten!“
Diesen Satz verstand ich als Neuanfang von H., den Mann der uns seine emotionale Lebensgeschichte erzählt hat.
Am Anfang zweifelte er, sich auf Gott einzulassen. Er spürte seine Wärme. Heinrich hatte sehr viele Wunder erlebt. Lebenslänglich verurteilt war er in Einzelhaft im Gefängnis, wo nur Neid,
Unterdrückung und Gewalt herrschen. Er wollte raus. Während der Zeit dachte er über berührende Sätze nach, die Personen wie Bruder Jan ihm erzählt hatten. Diese Personen beteten für ihn.
Er hatte fast gar nichts mehr, doch mit seiner Mission möchte er andere Leute zum Nachdenken oder Umkehren bewegen.
 

P.S. Die Kollekte war für einen Gefangenen, der nach der Entlassung in eine Suchtbehandlung möchte, bestimmt. Sie soll den Eigenanteil der Behandlungskosten decken helfen.
Zu unserer Verantwortungsgemeinschaft gehört auch die Gefängnis-Seelsorge unter Frau Angelika Lang. Wer über diese Arbeit mehr erfahren will, kann diesen Artikel von Frau Titze lesen bzw. über ihre ehrenamtliche Mitarbeit in der JVA Dresden hier.

Mit Jesus am Ölberg – Nachtwache in St. Martin

Wer möchte auch mit Jesus am Ölberg wachen und beten?
(Nacht von Gründonnerstag, 29.03. zu Karfreitag, 30.03.)
Bei ihm bleiben bis der Tag anbricht?
Wenigstens eine Weile?
Vielleicht zu einer Stunde, in der es schwer fällt?

Wir laden dazu ein.

Nach der Abendmahlsmesse (ca. 21 Uhr) in der Taufkapelle wird die ganze Nacht Gelegenheit sein, mit Jesus zu verweilen, mit ihm zu beten. Die Kirche bleibt geöffnet. Sie können jederzeit kommen und gehen.
(21 Uhr bis 6 Uhr)

Anja Schlittermann

Hat das Leben mehr zu bieten?

Du spürst, dass es mehr im Leben gibt als essen, schlafen und zur Arbeit gehen?
Du merkst, dass es irgendetwas oder -jemanden gibt, der entdeckt werden will?
Du hast einfach Fragen, bist neugierig was diese Sonderlinge mit dem Kreuz um den Hals vom Leben wollen?

Komm, hier ist Platz für dich und deine Fragen!
Alpha, der Kurs für Sinn- und Gottsucher startet!
Unverbindlich, offen, interessiert an dir! Schau, ob es für dich passen kann!

Schnupperabend:

11. April 19.00 bis 21.30 Uhr Uhr

in der Bunten Kirche Neustadt, Bischofsweg 56

 

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Weitere Termine zum Vormerken:
Jeden Mittwoch 19.00 bis 21.30 Uhr
8. bis 10. Juni Alphawochenende
21. Juni Abschlussfest

Musikalische Vesper in der Fastenzeit

Sonntag, 11. März 2018 16 Uhr in der „St. Josef-Kirche”
Rehefelder Straße in Dresden-Pieschen
Musikalische Vesper in der Fastenzeit
Mit Werken von Gregorio Allegri, Heinrich Kaminski, Ernst Friedrich Richter, Johannes Weyrauch, Stefano Bernardi und Colin Mawby.

Es singen die Chöre der Gemeinden St. Franziskus Xaverius, St. Hubertus, St. Josef und St. Petrus
Birte Kulawik – Sopran
Sophia Gulde – Viola
Marco Gulde – Orgel und Leitung

Geistliches Wort
Pfarrer Thaddäus Posielek

Am Ausgang erbitten wir herzlich eine Spende für die Kirchenmusik.

Abend der Versöhnung 17.03.18 von 18 bis 21 Uhr

Herzliche Einladung zum „Abend der Versöhnung“ am 17.03.18 in der St. Martins-Kirche in der Neustadt. Hinter diesem Projekt unserer VG “ verbirgt sich ein vielfältiger, geistlicher Abend. Am Beginn wird das Allerheiligste ausgesetzt – Jesus Christus in unserer Mitte. Für ungefähr 2 bis 3 Stunden hat jeder Teilnehmende die Möglichkeit, die Zeit individuell zu nutzen. Er kann sich setzen, umhergehen, beten, der Musik lauschen, geistliche Angebote wahrnehmen, …
Dabei ist wichtig, was der/die Einzelne im Moment braucht. Auch Beginn und Ende dieser Zeit kann jeder für sich selbst bestimmen.

Die geistlichen Angebote, die alle gleichzeitig in Bereichen des Kirchenraumes ablaufen, umfassen:

 + Auflegen von Weihrauch    + Ziehen eines Bibelspruches    + Sakrament der Versöhnung (Beichte)    + Krankensalbung    + Gebetsdienst (zusammen mit anderen für die eigenen Anliegen beten) 
Der Klang der Musik und die dezente Ausleuchtung sorgten für die nötige Intimität,
um geschützt mit Gott in Kontakt zu kommen.
Zur 3. Nacht der Barmherzigkeit waren auch alle Erstkommunionkinder und die Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, geladen. Es war beeindruckend, wie das Kindergewusel, die Musik und der gemeinsame Gesang zu einem Ganzen verschmolzen. Das hatte etwas, dass wir Erwachsenen die Kinder mit unserem Gebet begleiten konnten. Als ich eine Kerze am Altar anzündete, kam ein Junge neben mich, der gerade beim Kaplan war, und legte in die Räucherschale mehr Weihrauch ein. Irre in seine Augen zu sehen und die Flamme und den Weihrauch zu beobachten.
Gebete zur Besinnung, Lieder, Flöten-Improvisationen, Orgelmusik, die Gemeinschaft der anderen …
Nach 22 Uhr kam ich vor der Kirche mit einer Gruppe ins Gespräch: „Wir kommen aus Schirgiswalde und hatten mit Martin Kochalski dies erlebt. Leider war das ohne ihn nicht so gelungen, so machten wir uns auf den Weg nach Dresden.“

Hier Bilder vom 17.12.16 aus der Pieschener Kirche, die Raum für Gebet, Musik und das Sakrament der Versöhnung war:

Eine Nacht mit Samuel im Tempel

Samuel schlief im Tempel. Gott sprach ihn dort an.
Wir schlafen in der Kirche, lassen uns ansprechen von Gott. Vielleicht auch im Schlaf?

Auf die Nacht bereiten wir uns gemeinsam vor. Wir
* essen zusammen,
* lesen aus dem Buch Samuel,
* können dazu unsere Gedanken teilen,
* singen, beten, schweigen.

Wir schauen Jesus an, fragen nach Gott, suchen seine Nähe, warten auf Antworten. Wir legen uns in seine Hand, vor sein Angesicht, dürfen müde sein vor ihm, ausruhen, schlafen.

Wann: vom Sa. 10. zum So. 11. Februar
Wo: in der Kapelle Hl. Kreuz in Klotzsche,
Darwinstr. 19
Beginn: 10. Februar, 19:00 Uhr
Ende: 11. Februar ca. 10:00 Uhr (mit dem Gottesdienst)
Teilnahme nur am Abend ist möglich, Ende ca. 21:30 Uhr

Mitzubringen sind: Schlafmatte, Schlafsack, Zahnputzzeug.
Körperwäsche ist am besten vorher zu erledigen.
Für eine einfache Mahlzeit sorgen wir. Auch morgens. Deshalb bitten wir nach Möglichkeit um

Anmeldung: Tel. 0351-802 1089 oder anja@schlittermann.de

Anja Schlittermann

Stille Zeit

Ökumenischer Kontemplationskreis in Dresden-Klotzsche
„Wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“ (Ps 131,2)

Ab dem 3. Januar 2018 trifft sich der Ökumenische Kontemplationskreis „Stille Zeit“ im Ev. Gemeindezentrum „Alte Post“ (Gertrud-Caspari-Straße 10).
Das Wort Kontemplation bedeutet Anschauung, Betrachtung oder nach einer anderen Übersetzung Con-templum – im Tempel sein. Genau dafür nehmen wir uns an einem Abend im Monat Zeit: In der Stille bei Gott zu sein, in seinem „Tempel“ zu sein, einfach für Ihn da zu sein und ihn zu schauen. Wir lassen auch Ihn auf uns schauen, so wie wir gerade da sind, mit allen unseren alltäglichen Freuden, Sorgen und Gedanken. Dabei wollen wir weder Leistungen erzielen noch spirituelle „Fortschritte“ erreichen. Das stille Beisammensein genügt.
Der Kreis „Stille Zeit“ trifft sich immer am 1. Mittwoch im Monat von 20.00 – 21.15 Uhr. Wir beginnen mit einer kurzen Einführung, meditieren zweimal in der Stille und beenden den Abend mit einem gemeinsamen Gebet.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist auch an einzelnen Abenden möglich. Wir laden alle, die diese Gebetsform ausprobieren möchten, herzlich ein.

Jarka Manitz und Stephan Reinalter

Ein stille Music – Trauerkantaten

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Schaffe in mir Gott ein reines Hertz
Sey getreu biß in den Todt

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit
(Actus tragicus)



 

Birte Kulawik – Sopran
Ulrike Zech – Alt
Michael Schaffrath – Tenor
H.-J. Ander-Donath – Bass
Katja Johanning, Gabriele Schubert – Blockflöten
Sophia Gulde – Viola
Diethard Krause, Katharina Holzhey – Violen da gamba
Norbert Schuster – Violone,
Kantor Peter Kleinert – Orgel

Unter Leitung von Jochen Schubert sangen die Chöre der kath. Pfarreien St. Hubertus, St. Franziskus Xaverius und St. Josef. Über Jochen Schubert ist eine CD dieser Musik erhältlich. Der Erlös dieser CD’s kommt der Kirchenmusik zu Gute.

Fotos: Elisabeth Meuser Bearbeitung: Uta Graba
 

Ein stille (Trauer-)musik – diese Formulierung erscheint auf den ersten Blick paradox. Sie findet sich jedoch in verschiedenen Musikquellen des 17. und 18. Jh. und verweist auf den Gebrauch besonderer, leise klingender Instrumente bei der Aufführung von Begräbnis- und Passionsmusiken bzw. Musik für die Buß- und Fastenzeiten der Kirche.
Betrachtet man die Werke jener Zeit näher, lassen sich Tendenzen erkennen, welche Instrumente die damaligen Komponisten für angemessen erachteten: vornehmlich Gamben, Blockflöten, gedackte Orgeln, gelegentlich auch Violinen und Oboen.
In der heutigen „Musik in St. Martin“ erklingen Werke, die sich thematisch-inhaltlich in die letzten Tage des Kirchenjahres reihen und ebendiese Besetzung verlangen.
Die Urheberschaft Georg Philipp Telemanns wird von heutiger Musikwissenschaft für die beiden vorliegenden Kantaten bestritten. Johann Caspar Dietel, Kantor aus dem mitteldeutschen Raum, der auch mit Musikalien handelte, soll diese unter dem Namen Telemann verkauft haben. Dennoch sind diese Trauerkantaten in ihrer Schlichtheit anrührend, die melodischen Linien und das Gespür für Klangfarben lassen spätere Meisterschaft erahnen.
„Ein Geniewerk“, „ein Stück Weltliteratur“ (A. Dürr) ist Johann Sebastian Bachs Kantate Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit, auch Actus tragicus genannt. Obwohl ein Jugendwerk, ist sie von äußerster Komplexität, Tiefgang und Reife geprägt. Bibelwort und Kirchenliedstrophen werden geschickt aneinandergereiht, so dass eine klare Dramaturgie entsteht: Vom Sinnen über das menschliche Dasein und dessen Endlichkeit ausgehend, wird das Sterben als unausweichlich, aber nicht endgültig aufgezeigt. Im zentralen Chorsatz erklingt als Fuge „Es ist der alte Bund, Mensch, du musst sterben.“ Darüber erhebt sich der Solosopran mit den Worten aus der Offenbarung des Johannes „Komm, Herr Jesu“ und verweist auf das Reich Gottes und die Erlösung vom Tod. Den Beschluss bildet ein großartiges Lob des dreieinigen Gottes.

Gabriele Schubert

Programmheft Ein stille Music

Das geistliche Wort hielt Jochen Schubert auf poetische Weise. Es ist hier nachzulesen.

Frohlockt dem Herrn … in hellem Chore


Geistliche Chor- und Instrumentalmusik für Chöre, Laute, Violone und Truhenorgel

Werke von Philibert Jambe de Fer, Giovanni Pierluigi da Palestrina,
Ludovico Grossi da Viadana , Heinrich Schütz u.a.

Die Chöre der Gemeinden St. Hubertus, St. Franziskus Xaverius und St. Josef aus Dresden sangen in der Schlosskapelle die letzte Vesper in diesem Jahr. In so einem schönem Raum und in so großer Besetzung – war es für uns Sänger ein Vergnügen zu singen.
Das geistliche Wort sprach Christoph Nitsche.
 

Heiko Schmiedel – Laute, Beate Ullrich – Violone,
Marco Gulde – Truhenorgel und Leitung