Kategorie: Erkundungsprozess

Gedenk- und Trostfeier im Haus der Stille

Pfarrerin Marion Mißbach und die ehrenamtlichen Malteser Trauerbegleiterinnen laden Sie herzlich ein zu den Gedenk- und Trostfeiern:
am Donnerstag, 17. Mai 2018 um 18.30 Uhr „Ich hab geträumt von dir .. „
und
am Donnerstag, 1. November 2018 um 18.30 Uhr „Zurück bleibt Dankbarkeit“

in das „Haus der Stille“ im Städtischen Klinikum Dresden Friedrichstadt.

Die Gedenkfeiern sind eine Möglichkeit für Trauernde, in einem geschütztem Raum Trost zu finden und ihrer Verstorbenen zu gedenken. Sie verstehen sich als Angebot sowohl für Gläubige wie auch für konfessionslose Menschen. Im Anschluss an die Gedenkfeier besteht die Möglichkeit zum persönlichem Gespräch.

Sylvia Jaster

Herr, mein Gott, erinnere mich an deine Gegenwart!

Am 04.03.18 kam ich zu spät zum Gottesdienst. Die Lesung mit den 10 Geboten hatte ich verpasst. Das Evangelium (Joh 2, 13-25) war das, in dem Jesus die Verkäufer und Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb. Ich erinnerte mich an Bilder aus der Darstellenden Kunst zu diesem Thema und hörte den Worten von Peter Dluhosch zu. Versuche hier sie kurz wiederzugeben:
Damals sollten die Juden die Tempelsteuer in „harter Währung“ zahlen. Die richtige Währung musste besorgt, getauscht werden. Jesus vertreibt nicht nur die Geldwechsler und Verkäufer mit samt ihren Rindern, Schafen und Tauben. Durch seinen Tod, sein Opfer, hat er alle Gottesopfer vollendet. Wir müssen Gott nicht gut stimmen mit unserem Opfer, Gott ist uns gnädig, ohne jegliches Opfer.
„Ihr seid der Tempel Gottes!“ … Was ist da alles zur Markthalle geworden?
Mit dem Gebet „Herr, mein Gott, erinnere mich an deine Gegenwart, in mir, im Nächsten in dieser Welt!“ endet die Predigt.
Uta Graba nach Peter Dluhosch
 

Vor den Fürbitten wird durch Rebekka-Chiara Hengge das Leitwort „Seid ein Segen und bereitet den Weg des Herrn“ voran gestellt.
Dieses Wort soll alle Teilgemeinden verbinden und uns Richtschnur sein. In in unseren Familien, in den Gruppen und Kreisen sollen wir darüber sprechen. Es soll Hand und Fuß bekommen.

Wie kann das gehen: Segen sein und den Weg des Herrn bereiten?
Die Kinder beschäftigen sich in der Grundschul-Katechese mit den Segensworten, die Bischof Wanke vor einigen Jahren formuliert hat. Er nennt sie „die 7 neuen Werke der Barmherzigkeit“.
1. Du gehörst dazu!
2. Ich höre dir zu!
3. Ich rede gut über dich!
4. Ich gehe ein Stück mit dir!
5. Ich teile mit dir.
6. Ich besuche dich.
7. Ich bete für dich.

Das klingt so einfach. Lassen wir uns davon inspirieren.
Die Kinderschola verdeutlichte das in ihrem Lied von Reinhard Horn (Text: Ulrich Walter):

Wie eine Mutter dich tröstet: „Alles wird wieder gut!“
Und wie ein Vater dich begleitet: „Du schaffst es, hab nur Mut!“
So ist Gott an deiner Seite, bei Tag und auch bei Nacht;
wird dich gute Wege führen, und gibt gut auf dich acht.

 

Hier die Fürbitten – auch für Ihr persönliches Gebet:

1)
Freuen können sich die Menschen,
die sich an Gottes Regeln halten.
Sie spüren, dass das Zusammenleben gut gelingt.
Gott, wir rufen zu dir: „Unterstütze uns dabei!“

2)
Freuen können sich die Menschen, denen es wichtig ist,
über deine Worte und deinen Willen nachzudenken.
Ihr Lebenshaus ist auf Fels gebaut,
voll von Glaube und Hoffnung.
Gott, wir rufen zu dir: „Unterstütze uns dabei!“

3)
Freuen können sich die Menschen,
die Gott lieben.
Ihr Leben ist voll von Glaube und Hoffnung.
Sie bringen Licht in diese Welt.
Gott, wir rufen zu dir: „Unterstütze uns dabei!“

4)
Freuen können sich die Menschen,
die Gott vertrauen.
Sie finden Halt und Zukunft,
Geborgenheit und ewiges Leben.
Gott, wir rufen zu dir: „Unterstütze uns dabei!“

Rebekka-Chiara Hengge

Ambulanter Hospizdienst der Malteser

Gedenk- und Trostfeier ins Haus der Stille im Krankenhaus DD-Friedrichstadt

Der Mensch, den wir liebten, ist nicht
mehr da, wo er war, wohl aber überall, wo
wir sind und seiner gedenken.
Aurelius Augustinus
„Am Grab: Der Enkel, sehr klein
und gar nicht richtig traurig,
er harkt die Erde über Opa.
Langsam, nicht zu sanft, vor allem gleichmäßig,
so hat es Großvater immer gern.
Wenn er seinen Rücken kratzt.
Und manchmal, mit dem kleinen Finger,
kitzelt der Enkel seinen Opa.
So wie immer.“
Lutz Rathenow

Sylvia Jaster
Koordinatorin Hospizdienst & Besuchsdienst
Telefon: (0351) 4355517
E-Mail: hospiz@malteser-dresden.de

Webseite der Malteser mit den Terminen

Sternsinger und Kneipentour

Wenn ich meine Finger an die Tastatur lege um den Artikel zu schreiben, denke ich an die vielen Kinder und Begleiter aus unseren Gemeinden, Josef, FX und Hubertus, die sich aufgemacht haben um Familien zu besuchen … viel Gesang und gute Worte waren stets mit dabei. Kinder – die Segen sind …Toll! Sternsinger sind unterwegs gewesen in unseren Gemeinden, welche Freude für uns, aber auch für die Kinder, die keinen Namen haben … heuer in Indien …
Was ist dann eine Kneipentour der Sternsinger?
Hamm … ich finde die Tour der Jugend aus der Neustadt bemerkenswert, weil sie Grenzen überschritten haben, und haben die „Kirche“ an Orten(Kneipen) aufleuchten lassen, mit denen keiner rechnet … nebenbei haben sie knapp 300 Euro zusammengebettelt. Hmm … Was für eine Freude! Sternsinger 2018, Kirche an Orten, die zu Segensorten werden!
Inside und Outside. Kirche der Zukunft oder Gegenwart !?
Eurer Franz-Josef Herzog (Jugendmitarbeiter)

Herzlich willkommen Ludger Kauder in unserer VG

Eingezogen in unser Pfarrhaus ist er ja schon im Dezember und feierte mehrfach mit uns schon Gottesdienst und den Sternsingern gab er nicht nur den Segen sondern wertvolle Tipps. Am 7. Januar wurde der neue priesterliche Mitarbeiter in unserer VG Pfarrer Ludger Kauder festlich im Gottesdienst eingeführt. Neben den vielen bunten Sternsingern waren Familienangehörige, Gemeindemitglieder aus seiner alten Gemeinde in Werdau, Vertreter aus den anderen Pfarreien unserer VG und auch Kollegen gekommen.
Der Leiter unserer VG, Pfarrer Thaddäus Posielek, hieß ihn herzlich willkommen. Wir hörten sogar die offiziellen Berufungsworte unseres Bischofs. Unsere Gemeinde brachte ihre Freude nicht nur in Grußworten (wie es die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Antonia Kirtzel taten), sondern mit frohem Gesang begleitet durch die Juband bzw. der strahlenden Kinderschola zum Ausdruck.
Wir sind getauft, Gott hat uns einzeln beim Namen gerufen, er will uns liebender Vater, Abba, sein. In dieser Annahme, seiner Liebe, seiner Wertschätzung, sendet er uns. Mögen wir gemeinsam jeder mit seinen Gaben und Charismen diesen Auftrag mit Leben füllen.

Beste Gelegenheit dafür ist am kommenden Sonntag (14. Januar), da findet von 9 bis 14 Uhr das 2. Treffen auf dem Weg zur Neugründung der Pfarrei in unserem Pfarrhaus statt.
Thema: „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“ Apg 2,37ff
Eucharistisch Kirche sein – 6 Bilder der möglichen Entwicklungsschritte von Kirche am Ort

(Ein weiteres Treffen gibt es dann am 4. März!)
Uta Graba

Segensorte

Erfahrungsaustausch über die Bistumsgrenzen hinaus

Um sich auszutauschen, wie es anderen so geht, die aktiv Kirche mitgestalten wollen, haben sich 5 Haupt- und Ehrenamtliche unserer VG vom 24.-25.11. nach Duderstadt aufgemacht.
Mit Teilnehmern vorwiegend aus norddeutschen Bistümern machten wir uns am Freitag Nachmittag Gedanke darüber, wo wir im Prozess der lokalen Kirchenentwicklung stehen. Nach einem biblischen Impuls (1Sam, 3,1-10) war unsere Verantwortungsgemeinschaft eingeladen, den anderen Teilnehmer unseren Weg zur neuen Pfarrei zu skizzieren. Anschließend wurde zu folgenden Themen zunächst in Kleingruppen der Austausch gesucht:
Wir sind gemeinsam über einen längeren Zeitraum auf einer Reise zu einem Ziel.

  1. Wie gestaltet sich unser Weg?
  2. Was ist unsere Vision?
  3. Wie gelingt uns Teilhabe (aus verschiedenen Blickwinkeln)?
  • Wie können sich möglichst viele Menschen an unserem Weg beteiligen?
  • Teilhabe am Leben dieser Welt: Wo werden wir als Kirche in unserem sozialen Umfeld sichtbar?
  • Gott gibt uns Anteil an seiner Wirklichkeit. Lassen wir uns auf Gott ein?
  • Gott nimmt an uns Anteil! Sind wir uns dessen auch bewusst?

Der anschließende Austausch im Plenum war sehr ermutigend, es gab hilfreiche Beispiele von anderen und auch Trost, dass viele vor ähnliche Herausforderungen gestellt sind. Das ganze wurde gekonnt, pointiert und schon fast poetisch von einer Geschichtenerzählerin (externe Journalistin) zusammengefasst.

Ein anderer Ansatz, die Veränderungen in Kirche zu sehen und anzunehmen, ist das Projekt Segensorte: „Wer von Kirche spricht, der denkt viel zu oft an Struktur und Institution, an Verkrustetes und Verschlossenes, an Vorschriften – und nicht unbedingt an Segen. Und dabei ist es doch das, was Kirche vor allem meint: Orte gesegneter Gemeinschaft – SegensOrte. Dort wo Segen geschieht, wird Gottes Gegenwart spürbar und lässt Gemeinschaft wachsen. Fragil, zerbrechlich, vorübergehend und flüchtig – aber auch lebendig und kraftvoll.“ (Segensorte.de) Das durften wir am Samstag Vormittag erleben, an dem uns ganz unterschiedliche Beispiele von Segensorten vorgestellt wurden, und wir angeregt mitdiskutieren konnten. Vorsicht, es ist sehr ansteckend!
Das war auch eine konkrete Einführung in den biblisch begründeten Auftrag für unsere zukünftige Pfarrei: „Seid ein Segen und bereitet den Weg des Herrn.“

Martin Geibel

 

Gemeindetag am 1. Advent

Es hat schon Tradition am 1. Advent: Die Gemeinde St. Franziskus Xaverius kommt zusammen zum Gottesdienst und trifft sich danach im Pfarrhaus. Zu Beginn des neuen Kirchenjahr wurde Rück- und Vorschau gehalten: Welchen Weg ist die Gemeinde gegangen unter Gottes Führung? Was steht an? In den Gängen und im Treppenhaus des Pfarrhauses waren verschiedenste Gemeindeaktionen plakatiert. Eine Fotoschau gab konkrete Einblicke. Ein wichtiges Thema war und ist die anstehende Pfarrei-Neugründung, die für das kommende Jahr geplant ist: Die Dresdner Pfarreien St. Josef, Pieschen, St. Franziskus Xaverius, Neustadt und St. Hubertus, Weißer Hirsch, schließen sich zu einer neuen Pfarrei zusammen.
Singspiel der Kinder
Lange hatten sich die Kinder in den wöchentlichen Katechesestunden vorbereitet. Am 1. Advent, zum Abschluss des Gemeindetages, kam es auf die Bühne: Ein adventliches Singspiel, eine musikalische Reise. Da wurde gesungen und erzählt von der langen Geschichte des Wartens des Volkes Gottes. „Das Volk, das im Dunkeln wandelt, wartet auf das Licht“. Die adventliche Sehnsucht der Menschen nach Liebe, nach Frieden, nach Gott – sie dauert an bis heute. Der verheißene Trost: „Geh deinen Weg, folge dem Stern. Dein Engel wird immer bei dir sein, du bist nicht allein. Aus Dunkelheit wird Licht, fürchte dich nicht!“ Das nächstes Ziel der Kinder ist das Krippenspiel am Heiligen Abend. Geprobt wird donnerstags, von 16 bis 17 Uhr. Hirten, Schäfchen, Engel, alle Kinder sind willkommen.

Adventsgottesdienste in St. Martin

Da staunten die Gottesdienstteilnehmer am 1. Advent nicht schlecht:
Das Hauptportal der St. Martin Kirche war verschlossen. Von Kindern bunt bemalte Fußspuren wiesen den Weg zum „Köngseingang“ an der Ostseite der Kirche. Einst nur für König Albert gedacht, schritten die Neustädter durch die ungewohnte Tür ins Kirchenschiff, begleitet vom Gesang: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“. Nach der Lesung aus dem Propheten Jesaja war Raum für einen kurzen Austausch mit den Banknachbarn. Durch welche Türen bin ich in den letzten Tagen gegangen? Welche Tür hat sich für mich geöffnet? Was hat mich dahinter erwartet? Auch die einladenden Predigtworte ließen bei stiller Musik Zeit für eigene Gedanken: Wie steht es um meine Herzenstür? Ich bin der / die Türhüter/in meines Lebens! Wer darf herein? Was soll draußen bleiben?
Herzliche Einladung zu den Adventsgottesdiensten, 10.45 Uhr!
Welche Tür wird sich am 2. Advent öffnen??

„So da sein, wie er da ist“ – Die Kunst des geistlichen Sehens

Im 3. Newsletter der Steuerungsgruppe waren die einzelnen Gemeinden eingeladen nicht nur gemeinsam Gottesdienst zu feiern, sondern auch anschließend diesen „Bibliolog“ fortzuführen. Zum Wochenende an dem der Reformationstag anschloss hatte ich leider keine Zeit, so nahm ich am 19.11. in Klotzsche daran teil. Statt einer Predigt lud uns Pfarrer Posielek zu einem Bibliolog über das Evangelium der Brotvermehrung ein. (Joh. 6, 1-15) Zum Flughafen ist es ja von Klotzsche nicht weit, wir flogen in Gedanken nach Israel und versetzten uns in ganz verschiedenen Positionen der Menschen im Evangelium.
Im Mehrzweckraum des Kindergartens hörten wir nach dem Gottesdienst noch einmal das Evangelium. Die einzelnen Verse waren im Raum verteilt und wir sollten sie abschreiten, uns den für uns heute bedeutsamen Vers suchen. – Es war beeindruckend die Antworten der einzelnen Gemeindemitglieder zu hören: Zum Vers 6 „Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er wusste, was er tun wollte.“ sagte eine Schülerin: „Das find ich gemein von Jesus so zu fragen, warum tut er das?“ ein alter Mann hingegen hatte sich dieses Wort gesucht, da er sich in der Sicherheit Jesu geborgen fühlt. So verschiedene Gedanken zu diesem bekannten Text konnte ich hören.
Im 3. Teil war gefragt, wie von Phillipus bzw. Andreas mit der Situation umgehen. Phillipus schätzt die Ressourcen kritisch ab und gibt den Ball wieder an Jesus zurück. Andreas sieht einen Jungen mit 2 Fischen und 5 Broten. M.M. sagte: „Wo ein Korb mit 2 Fischen und 5 Broten ist, ist vielleicht auch noch ein zweiter.“ Ja genau er bleibt nicht bei Bedenken und Hindernissen stehen, sieht Möglichkeiten, die sich auf tun.
Wir sind in der Verantwortungsgemeinschaft mehr als 5000 und in unserer Verschiedenartigkeit als Kind, Frau und Mann jeden Alters und jeder Profession, mit den verschiedenen Talenten können wir jeder etwas in diese Gemeinschaft einbringen. Dieses Treffen war ein so wunderbares Bild dafür.

Uta Graba

Gefängnisseelsorgerin Angelika Lang

 

Einführung von Frau Angelika Lang in ihren Dienst als Seelsorgerin in der JVA Dresden

 

Mit einem eindrucksvollen Wortgottesdienst wurde am 4.11.17 Frau Angelika Lang als neue katholische Seelsorgerin der Justizvollzugsanstalt Dresden in ihr Amt eingeführt. Innerhalb weniger Monate konnte Frau Lang in ihrer neuen Wahlheimat Dresden ein ungewohntes Interesse am Leben innerhalb der Gefängnismauern wecken und so nahmen an ihrer Einführung neben einer Zahl angemeldeter und von der Anstaltsleitung genehmigter Gefangener auch eine Schar von Gästen teil, die von draußen kam und zu der ich gehörte. Mit uns feierten den Gottesdienst Pfarrer Thaddäus Posielek, Kaplan Florian Mroß, die evangelische Gefängnisseelsorgerin Pastorin Anneliese Zemmrich und Frau Elisabeth Neuhaus, die als Leiterin der Pastoralabteilung des Bischöflichen Ordinariates die Amtseinführung vornahm. Anwesend war auch der neue Anstaltsleiter Herr Jörn Goeckenjan.

Ein besonderer Geist verband und bewegte uns alle in diesen 90 Minuten.

Mit mehrstimmigem Gesang und Instrumentalspiel durften wir als Chor der Pfarrei Christus König Radebeul den Gottesdienst feierlich mitgestalten. Der Funke sprang über, als Jugendliche einer Band der International Christian Fellowship (ICF) gute Texte glaubhaft und mit großer Ausstrahlung interpretierten. Im Vorfeld hatten sie einige Lieder mit einem Chor Gefangener vorbereitet. Die dadurch entstandene, spürbare Vertrautheit der Jugendlichen dies- und jenseits der Mauern bewegte mich. Einer der Gefangenen las: „… so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus … sind wir Glieder, die zueinander gehören …“ (Röm 12,5) Was heißt das in aller Konsequenz, frage ich mich?

Alle Anwesenden schienen tief beeindruckt den Atem anzuhalten, als zwei ehemalige Gefangene mit eindringlichen Worten ihren Ausstieg aus dem kriminellen Milieu und ihr Angenommensein in der Gesellschaft schilderten, die ihnen mit Hilfe eines christlich orientierten Netzwerkes Ehrenamtlicher und Frau Lang möglich wurden.

Den berührenden Höhepunkt dieses Gottesdienstes bildeten für mich die Segensgesten und die persönlich ausgesprochenen Wünsche, unterstützt von unserem stillen Gebet, mit denen Frau Lang durch ihre Mitarbeiter und Wegbegleiter für ihren herausfordernden Dienst in den Gefängnissen von Dresden und Waldheim ausgerüstet wurde.

Ulrike Titze, Radebeul
 

Ehrenamtliche Mitarbeit in der JVA Dresden
Die JVA liegt nicht weit weg von unserer Kirche. Gefangene besuchen – ein Werk der Diakonie.
Wer selbst Gefangene besuchen möchte kann sich direkt an Frau A. Lang wnden: lang@verantwortungsgemeinschaft.church