Schlagwort: Kirche

Sommer-Taizéfahrt vom 2.- 9. Juli 2017

Für die Sommer-Taizéfahrt vom 2. bis 9. Juli sind die Anmeldungen heraus.
Wir fahren dieses Jahr zusammen mit Pirna und dem St.-Benno-Gymnasium.
Bis spätestens 15. Mai habt ihr die Chance, euch anzumelden!

Die Anmeldung erfolgt zentral bei der Dekanatsjugendseelsorge,
Mails, Papier, Whatsapp etc. bei euren Heimatpfarreien und -seelsorgern hat leider keinen Effekt 😉

Flyer-Sommertaizéfahrt-2017

Wo stehen wir? Wo gehen wir hin?

Irgendwie schien früher alles einfacher und übersichtlicher – auch in der Kirche. Ein Pfarrer – eine Pfarrei. Jeder wusste, wer das Sagen hatte und wo man hingehört. Jetzt heißt es: „Gemeinsam Kirche sein“, „Lokale Kirchenentwicklung“ und „Erkundungsprozess“, verbunden mit der Frage: Wozu und für wen sind wir Kirche an diesem Ort? Das fordert uns alle heraus – Gemeindemitglieder ebenso wie Hauptamtliche. Einige grundsätzliche Überlegungen hierzu:
Kirche befindet sich immer auf dem Weg und in der Wandlung. Nicht weil Bischöfe oder Gemeindeleitungen besonders innovativ sind, sondern weil wir Christus nachfolgen; er ist „Weg“, „Wahrheit“ und „Leben“. Orientierung am und Verwurzelung im Evangelium ist deshalb zentral! Immer unterwegs sein, Veränderungen stemmen, das kann mühsam sein und verunsichern, es ist aber auch spannend und im guten Sinne heraus – fordern:
Wie führt uns Christus, unser Haupt?
Wohin führt er uns? Was sagt ER uns durch die Zeichen der Zeit? Nie können wir sagen: „JETZT sind wir angekommen; wir können uns im Erreichten einrichten; das Reich Gottes ist umfassend verwirklicht“. Kirche bleibt Baustelle. Zu einer Baustelle aber gehören stetige Arbeit,
Überraschungen, Freude an den Baufortschritten genauso wie Baulärm, Umbaumaßnahmen, Konflikte, Frust und Sorgen.

Ja, wir brauchen viel Mut und Vertrauen in den himmlischen Baumeister.
Und wir müssen uns mit allen Kräften um ein gemeinsames Hören auf IHN bemühen!
Augen und Ohren verschließen oder Stehenbleiben reiben uns auf.
Strukturveränderungen (Bsp. Zusammenlegungen von Gemeinden) sind nur Hilfsmittel.
Sie versuchen, Kirche für eine veränderte Zukunft zu rüsten. Kirchenentwicklung ist ein Prozess aufmerksamen Hinschauens und Wahrnehmens: Was hat Zukunft? Was wächst heran? Welche Menschen und Herausforderungen kommen auf uns zu?
Wie kommt Christus uns in all dem entgegen? Wie können wir weiterhin „Salz und Licht sein“ – gerade in Diaspora – Situationen?
Das alles braucht „maximale Beteiligung“ aller Getauften! Es zählt die Lebendigkeit der Menschen vor Ort. Dass das bereits vielfach gelebt wird in unseren Gemeinden, stimmt mich zutiefst dankbar und hoffnungsvoll! Hauptaugenmerk im Alltag muss für uns alle der konkrete Mensch sein, der Getaufte, der Nichtgetaufte, der Arme, der Suchende. Beziehungsorientierung und Kommunikationsvermögen werden uns „um des Himmels willen“ abverlangt!
Wenn wir darin immer wieder mal versagen und scheitern, dann ist das kein Beinbruch. Einander neu zuhören, einander vergeben und gemeinsam weiter gehen, das gehört zu unserem christlichen Profil! Alles in allem: Wir stecken in einem be – weg – enden Prozess. Kommen SIE mit!
Thaddäus Posielek, Pfarradministrator Oktober 2016

Rückblick Gemeinde-Synode am 24.9.

Synodales Wochenende = zusammen auf dem Weg sein
Synodos: „syn“ (griech) = zusammen und „hodos“ (griech) = Weg
40 Menschen auf unseren Gemeinden wollten miteinander auf dem Weg sein.
Und Jesus ging mit uns.
Das Team aus Vallendar hat uns begleitet, damit wir uns auf den Weg machen:
• Als einzelne Glaubende
• Als Gemeinschaft
• In Gemeinschaft mit der Kirche
• In Gemeinschaft mit Gott
Der Emmausweg hat uns eingeladen unsere individuellen Wege und auch unseren gemeinsamen Weg zu reflektieren:
• Sind wir enttäuschst wie die Jünger nach dem Tod Jesu?
• Geben wir unserer Sehnsucht Raum?
• Hören wir auf das Wort das Gott zu uns spricht?
• Geben wir IHM Raum (‚Bleibe bei uns‘)?
• Erkennen wir Ihn wenn wir zusammen Liturgie feiern?
• Verwandelt uns diese Begegnung?
• Wollen wir die Erfahrung mit Gott teilen, wie die Jünger?
Jeder steht im Augenblick an einer anderen Stelle des Weges, aber wir gehen ihn gemeinsam, gemeinsam mit Jesus.
Danke für die Erfahrung von Gemeinschaft die auf dem Weg ist. Kirche ist immer auf dem Weg.
Ich freue mich auf die Wegerfahrungen mit den Menschen unserer Gemeinden.
Ich hoffe wir können uns selbst und auch andere Menschen anstecken, weil wir sagen können:
„Brannte uns nicht das Herz“ und dieses Feuer ansteckend ist.
Alexander Narr

Förderverein

Ziele des Fördervereins Simultankirche St. Martin (ehemalige Garnisonkirche) e.V.

– Erhalt der Simultankirche St. Martin in Dresden-Neustadt
– Erhalt des katholischen Kirchenteils für gottesdienstliche Zwecke
– Unterstützung der Finanzierung zur Sanierung der Einrichtung als Kirche
und Ort kulturellen Schaffens

Kontakt: Thomas Socha Stolpener Str.1 01099 Dresden Tel.: 0351/8037186

Eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Dresden unter VR 27 43

Der Verein ist berechtigt, Zuwendungsbescheinigungen auszustellen. Bitte Mitgliedsbeiträge oder Spenden an unser Konto: IBAN: DE15 8502 0500 0003 5919 00 BIC: BFSWDE33DRE

Über unsere Arbeit

Der Verein wurde am 23. April 1995 in Dresden gegründet, als eine Zweckentfremdung der ehemaligen Garnisonkirche St. Martin angedacht war.

Seit Anfang der 90er-Jahre, die durch Sanierung und Wohnungsneubau in der Äußeren Neustadt gekennzeichnet sind, rückt die Kirche mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Belebung des Viertels spiegelt sich auch in der ständig wachsenden und sich verjüngenden Gemeinde wieder.

Mit der Sanierung der Albertstadt-Kasernen und dem damit verbundenen Umzug der Offiziersschule des Heeres von Hannover nach Dresden im Jahre 1998 ist der ursprüngliche Zweck der Kirche wieder in den vordergrund getreten. Seitdem wird sie neben der katholischen Gemeinde „St. Franziskus Xaverius“ auch durch die Militärseelsorge genutzt.

Der Förderverein weckte in der Öffentlichkeit großes Interesse an diesem einzigartigen Bauwerk. Regelmäßige Führung sowie Benefitzkonzerte mit Gospel Locomotion aus Leipzig, RISIKO aus Dresden, dem Heeresmusikcorps aus Erfurt und dem Collegium Instrumentalis aus Tarmstedt fanden großen Zuspruch. Inzwischen wurden die Benefizkonzerte durch die Reihe „Musik in St. Martin“ mit vier jährlichen Veranstaltungen abgelöst.

Nachdem ein Strum 1997 ein Rundbogenteil eines Altarfensters zerstörte, wurde deren schrittweise Restaurierung in Angriff genommen.

Nach fast zweijähriger Arbeit sind fünf Altarfester (die vollständige Apsis) restauriert worden. Die Fenster einschließlich der 100-jährigen Bleiglasfenster im Maßwerk erhielten eine zusätzliche Schutzverglasung und doppelte Rahmen.

Mit dem Eigentümerwechsel 1998 bestand erstmalig die Möglichkeit, Fördermittel für Restaurierungsarbeiten beim Freistaat Sachsen zu beantragen.

Zum 100-jährigen Kirchweihfest vom 21.-29. Oktober 2000 konnten die Bleiglasfenster der Nordfassade restauriert der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Förderverein unterstützte die Gemeinde bei der Restaurierung der beiden Erzengelfenster rechts und links der Apsis.

Am Palmsonntag, dem 04. April 2004, wurde die restaurierte Jehmlich-Orgel von Bischof Joachim Reinelt wieder geweiht. Die Kosten bestritt die Gemeinde durch Fördermittel, Spenden und Unterstützung des Fördervereins.

Inzwischen konnten wir das 110-jährige Jubiläum unserer Kirche feiern. Dem großen Engagement von Gemeinde, Förderverein und vielen interessierten und spendenfreudigen Besuchern aus Nah und Fern ist es zu danken, dass wir die Ausmalung im kompletten katholischen Kirchenraum, sowie in Kapellen, Sakristei, Eingangsbereich und Aufgängen denkmalgerecht restaurieren lassen konnten. Außerdem wurde die Beleuchtung restauriert bzw. erneuert.

Unser nächstes Ziel ist die Restaurierung bzw. Erneuerung von Glockenstuhl und Glocken.

Wer hat hier eigentlich den Hut auf?

Glauben leben und Verantwortung teilen

Begegnungsabend mit: Father Mark Lesage, Dr. Estela Padilla und Maria Alicia Gutierrez
(Pastoralinstitut Bukal ng Tipan, Philippinen)
sowie ehrenamtlichen und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter/-innen unseres Bistums

Am 4.10. gab es in unserem Pfarrhaus einen bewegenden Gesprächsabend,
der auf Bistumsebene organisiert war.
Father Mark und sein Team von den Philippinen berichtete von dem Wachsen der Basiskirche in seiner Heimat über 30 Jahre hinweg. Ein Priester für 50.000 Christen – geht das denn? Nur ein kleiner Teil von ca. 10% kam 1969 in die Gottesdienste. Heute gibt es auf breiter Ebene Gebets- und Bibelkreise, an vielen Orten werden Wortgottesdienste gefeiert, das Gemeindeleben hat sich in ganz neue Bereiche verästelt und viele soziale Projekte wurden ins Leben gerufen.

Unter der Moderation von A. Groß wurden im 2. Teil Erfahrungen der sich verändernden Kirche in unserem Bistum vorgestellt – durch Ehrenamtliche, eine Gemeindereferentin und einen Pfarrer. Die Beschlüsse des
2. Vatikanischen Konzils mit Leben zu füllen, das ist ein wichtiges Ziel der Mitarbeiter im Ordinariat. Es geht längst nicht nur darum, dem Priestermangel zu begegnen.
Es liegt auch an uns Gemeindemitgliedern unsere Berufung als Christ anzunehmen. Auch wir sind berufen – und trauen uns doch oft zu wenig zu. Dabei ist mir der Zuspruch eines Freundes, der ähnliche Familiensorgen hat wie ich, nicht weniger wert als die Predigt eines Pfarrers. Wir müssen nicht perfekt sein, im gemeinsamen Tun kann so viel Neues wachsen.

Der liturgische Abschluss mit Bibelstelle, Fürbitten und dem Liedruf „O Jesu, Domine Christi“ wird mich weiter begleiten, so sehr hat er mich berührt.
Das Pastoralteam der Philippinen lud uns ein, mit dem ganzen Leib zu beten. Wir standen auf und sollten die Arme weit in den Himmel strecken, wie ein Trichter, damit Gott etwas hinein füllen kann. Dann folgte die 2. Geste: Wir sollten die Hände erheben (so wie beim Befehl Hände hoch) als Zeichen dafür, dass wir uns ergeben, keine Kontrolle mehr ausüben wollen und Gott vertrauen. Die 3. Geste war eine Verneigung des Oberkörpers mit gekreuzten Armen auf der Brust. Die 4. Geste eine tiefere Verneigung mit gefalteten Händen.
Ich bin getauft und berufen zum Priester, König und Propheten.
Uta Graba