Treffen mit Abbé Pascal Silga aus Burkina Faso

Seniorentreff mit Abbé Pascal Silga aus Burkina Faso am 10.10.2017

Dieser kühle regnerische Oktobermorgen hielt die „Senioren und Senioritas“ der St. Martin-Kirche nicht davon ab, den monatlichen Treff zu besuchen. Begonnen wurde wie üblich um 8.30 Uhr mit einer Messe, zu der sogar versorglich die Fenster geschlossen wurden. Denn unser Gast, Abbé Pascal Silga aus Burkina Faso, sollte den enormen Temperaturunterschied zwischen Dresden und seiner Hauptstadt Ouagadougou im Westen Afrikas nicht ganz so krass empfinden. Gemeinsam mit Kaplan Mross hielt er die Heilige Messe ab. Ein für uns eher ungewohntes Bild, zwei so unterschiedlich aussehende Priester gemeinsam am Werk zu sehen. Das harmonische Zusammenspiel zeigte jedoch, dass dieser Unterschied nur optischer Natur war.
Nach dem anschließenden Frühstück im Pfarrhaus stellte uns Abbé Silga am Laptop sein Wirken in seiner Heimat vor. Er spricht Französisch und soviel Deutsch, welches er in seiner Heimat gelernt hat, dass man einer Unterhaltung gut folgen kann. Er freute sich, das hier anwenden zu können. Für den sehr speziellen längeren Vortrag hat Alida Krüger, Schülerin des St.-Benno-Gymnasiums, die Übersetzung wunderbar gemeistert. Das im Internet nachlesbare Wissen über das afrikanische Land, soll hier nicht wiedergegeben werden.
Unglaublich für uns war unter anderem, zu erfahren, dass die Frauen teilweise 16 Stunden unterwegs sind, um einen Eimer Frischwasser zu holen. Es gibt keine ausreichende Wasserversorgung und auch die Qualität lässt teilweise zu wünschen übrig. In Bildern wurde uns gezeigt, wie aufwendig versucht wird, Regen- oder Grundwasser zu sammeln, vor allem in der heißen Jahreszeit der Dürre, die fast 9 Monate andauert. Wir hier drehen den Wasserhahn auf und los geht’s.
Auch gegessen wird meist nur einmal am Tag, aus Notwendigkeit, und nicht wie bei uns, um sich zu unterhalten oder aus Langeweile oder gar, weil die Zeit zum Essen heran ist. Der Abbé stellte somit fest, dass er heute schon das zweite Mal gegessen habe, was sehr ungewöhnlich für ihn sei. Das sind Sachen, die zu tiefem Nachdenken anregen und auch zur Dankbarkeit, aus der wieder Solidarität und andere uneigennützige Hilfe entsteht.
In Vorbereitung des Weltmissionstages am 22. Oktober 2017 wurde dieses Treffen vom Ordinariat des Bistums Dresden-Meissen initiiert. Herr Clausen war mit anwesend. Es schafft Brüderlichkeit unter den Christen, wenn Vertreter anderer Gemeinden zusammenkommen. Unser Gast wird auch die Nazareth-Schwestern in Goppeln und das St.-Benno-Haus in Schmochtitz besuchen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, um mit den Worten des Abbé zu sprechen: So ein Gastbesuch fördert die Zusammengehörigkeit der Gläubigen, schafft Brüderlichkeit und es dient immer der Verkündigung des Evangeliums.

AMEN und Gottes Segen