Kategorie: Spiritualität

Musikalische Vesper mit geistlicher Betrachtung

Das Dresdner Blockflötenconsort mit
Katja Johanning, Gabriele Schubert, Luise Ludewig, Katharina Pitt
gestaltete eine besinnliche Vesper ganz besonderer Art

Zu den wunderbaren und so unterschiedlichen Klängen der verschiedensten Flöten und Komponisten wurden durch Jochen Schubert Texte aus den Psalmen und aus „Der alltägliche Charme des Glaubens“ von Fulbert Steffensky (echter 4. Auflage 2005) gelesen. Da leider die Mikrophonanlage schlecht eingestellt war, wird hier der Text zum Nachlesen angefügt

(Zitat Seite 14):
„Man kann nicht über das Gebet sprechen, ohne von Gott zu reden, zu dem wir beten. Wer ist der Beter? Wer ist dieser Gott? Was ist das Gebet? Ich versuche dies zu sagen mit Hilfe eines Gedichts der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral; es ist ein Liebesgedicht mit dem Titel „Scham“ und eines der schönsten Gebete, die ich kenne.
 
Wenn du mich anblickst, werd‘ ich schön,
schön wie das Riedgras unterm Tau.
Wenn ich zum Fluß hinuntersteige,
erkennt das hohe Schilf mein sel’ges Angesicht nicht mehr.
 
Ich schäme mich des tristen Munds,
der Stimme, der zerriss’nen, meiner rauhen Knie.
Jetzt da du mich, heirbeigeeilt, betrachtest,
fand ich mich arm, fühlt‘ mich bloß.
 
Am Wege trafst du keinen Stein,
der nackter wäre in der Morgenröte
als ich, die Frau, auf die du deinen Blick geworfen,
da du sie singen hörtest.
 
Ich werde schweigen. Keiner soll mein Glück
erschaun, der durch das Flachland schreitet,
den Glanz auf meiner plumpen Stirn nicht einer sehen,
das Zittern nicht von meiner Hand …
 
Die Nacht ist da. Aufs Riedgras fällt der Tau.
Senk lange deinen Blick auf mich. Umhüll mich
zärtlich durch dein Wort.
Schon morgen wird, wenn sie zum Fluß hinuntersteigt,
die du geküßt, von Schönheit strahlen.
 
Ich wähle dieses Liebesgedicht zur Erklärung des Beters, des Gebets und des Gottes, zu dem wir beten, weil das Gebet der stärkste Ausdruck der Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott ist und weil alle Gottesliebe ihren Abglanz und ihr Spiel findet in der Liebe der Menschen untereinander.“
 
Eine gute Stunde sich selbst in die Stille und ein Gebet zu versenken.
Um gemeinsam dann zu singen „Erhör, o Gott, mein Flehen …“
Geklatscht wurde nicht, aber die Verbundenheit des gemeinsamen Betens ließ uns anders in unseren Alltag zurückkehren.

Link zum Programmheft

Männerweggemeinschaft

Auf den Geschmack des Lebens kommen

jeden letzten Dienstag im Monat 19.30 Uhr
begleitet von Josef Herzog und Pfarrer Thaddäus Posielek
Kontakt über maenner@verantwortungsgemeinschaft.church

Kath. Kirchengemeinde St. Josef, Pfarrsaal Rehefelderstr. 59

– Franziskanische Spiritualität in den Alltag integrieren
– Kraft schöpfen in der Gemeinschaft

Spirituelle Frauenweggemeinschaft

begleitet von Rebekka-Chiara Hengge, Gemeindereferentin

Herzliche Einladung jeden 3. Freitag im Monat 19.30 Uhr im Pfarrhaus St. Franziskus Xaverius
Stauffenbergallee 9h in der Dresdener Neustadt
Bitte um Anmeldung an frauen@verantwortungsgemeinschaft.church

Zum Starttreffen Ende August 2016 kamen 15 Frauen zusammen. Inzwischen sind einige weitere dazugestoßen. Das gegenseitige Kennenlernen zeigt eine Fülle von Lebens- und Glaubenswegen. Groß ist die Sehnsucht nach „MEHR“.
Gestaltet wurden die nachfolgenden Treffen mit Bibelarbeit, meditativem Tanz, geistlichen Liedern und Gebet.

Zwei biblische „Frauengeschichten“ standen bisher im Mittelpunkt:
Lukas 15, 8-10 und Lukas 10, 38-42:
Die Frau, die eine Drachme verliert und im ganzen Haus unermüdlich sucht, bis sie sie findet.
Unterschiedliche Perspektiven ließen die Geschichte lebendig werden.
„Wenn ich diese suchende Frau bin….“
„Wenn ich die verlorene Drachme bin…“
„Wenn Gott diese Frau ist, die der EINEN Drachme so viel Aufmerksamkeit schenkt…“

Die Schwestern Maria und Marta nehmen Jesus (in ihr Haus) auf. In der Weise des Bibliologs wurde das „Schwarze Feuer“ des Textes ebenso gehoben wie das „Weiße Feuer“ zwischen den Zeilen. Bibel und persönlicher Lebenshintergrund haben sich miteinander verwoben!