Kategorie: Ökumene

Feierabendgottesdienst 11. Mai in St. Martin

Gemeinsam mit 40 anderen Lustigen tranken wir uns mit Erdbeerbowle und Sekt Mut an. Dann sprangen wir ins Abenteuer und stellten uns der existentiellen Frage nach uns selbst. Schnell war klar: Die Natur spielt mit uns ein Nullsummenspiel, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Gibt es einen höheren Sinn als unser Gene weiterzugeben und dann abzutreten? Johnny Cash meinte: „Ain‘t no grave can hold my body down“. Auf die richtige Fährte gebracht, waren wir uns schnell einig: Liebe verlangt Ewigkeit! Der Philosoph Blaise Pascal zeigte uns: Eine unendliche Liebe, die uns aus der bloßen Zufälligkeit unseres Daseins herausreißt und jeden einzelnen Menschen absolut wichtig und unverzichtbar macht, muss es geben! Das wollte Thomas so nicht stehen lassen bis ihm schließlich die unendliche Liebe face to face begegnete. Dann gesellte sich noch Karl Marx zu uns, der meinte, wir seien viel zu theoretisch und überhaupt lenke das religiöse Geschwafel über Unendlichkeit nur ab von den drängenden Fragen im hier uns jetzt. Charlie Chaplin hielt dagegen und sagte, die unendliche Liebe setze einen einzelnen, besser gesagt jeden einzelnen, zufälligen Menschen als absolut nicht gleichgültig, als nicht beliebig, als unbedingt kostbar und wo diese Art von Menschlichkeit mit Füßen getreten wird, bedeute glauben, dagegen zu rebellieren, aufständisch zu werden. Am Ende waren wir uns einig: Dieser Feierabendgottesdienst muss gründlich verdaut werden.
Peter Jost

Musikalische Vesper mit geistlicher Betrachtung

Das Dresdner Blockflötenconsort mit
Katja Johanning, Gabriele Schubert, Luise Ludewig, Katharina Pitt
gestaltete eine besinnliche Vesper ganz besonderer Art

Hier kann das Programm und die Einführung dazu nachgelesen werden.

Zu den wunderbaren und so unterschiedlichen Klängen der verschiedensten Flöten und Komponisten wurden durch Jochen Schubert Texte aus den Psalmen und aus „Der alltägliche Charme des Glaubens“ von Fulbert Steffensky (echter 4. Auflage 2005) gelesen. Da leider die Mikrophonanlage schlecht eingestellt war, wird hier der Text zum Nachlesen angefügt

(Zitat Seite 14):
„Man kann nicht über das Gebet sprechen, ohne von Gott zu reden, zu dem wir beten. Wer ist der Beter? Wer ist dieser Gott? Was ist das Gebet? Ich versuche dies zu sagen mit Hilfe eines Gedichts der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral; es ist ein Liebesgedicht mit dem Titel „Scham“ und eines der schönsten Gebete, die ich kenne.
 
Wenn du mich anblickst, werd‘ ich schön,
schön wie das Riedgras unterm Tau.
Wenn ich zum Fluß hinuntersteige,
erkennt das hohe Schilf mein sel’ges Angesicht nicht mehr.
 
Ich schäme mich des tristen Munds,
der Stimme, der zerriss’nen, meiner rauhen Knie.
Jetzt da du mich, heirbeigeeilt, betrachtest,
fand ich mich arm, fühlt‘ mich bloß.
 
Am Wege trafst du keinen Stein,
der nackter wäre in der Morgenröte
als ich, die Frau, auf die du deinen Blick geworfen,
da du sie singen hörtest.
 
Ich werde schweigen. Keiner soll mein Glück
erschaun, der durch das Flachland schreitet,
den Glanz auf meiner plumpen Stirn nicht einer sehen,
das Zittern nicht von meiner Hand …
 
Die Nacht ist da. Aufs Riedgras fällt der Tau.
Senk lange deinen Blick auf mich. Umhüll mich
zärtlich durch dein Wort.
Schon morgen wird, wenn sie zum Fluß hinuntersteigt,
die du geküßt, von Schönheit strahlen.
 
Ich wähle dieses Liebesgedicht zur Erklärung des Beters, des Gebets und des Gottes, zu dem wir beten, weil das Gebet der stärkste Ausdruck der Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott ist und weil alle Gottesliebe ihren Abglanz und ihr Spiel findet in der Liebe der Menschen untereinander.“
 
Eine gute Stunde sich selbst in die Stille und ein Gebet zu versenken.
Um gemeinsam dann zu singen „Erhör, o Gott, mein Flehen …“
Geklatscht wurde nicht, aber die Verbundenheit des gemeinsamen Betens lies uns anders in unseren Alltag zurückkehren.

St. Martin feiern

Am 11.11. war es wieder soweit. Viele Kinder trafen sich in der Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Äußeren Neustadt um den Hl. Martin von Tours zu feiern, der vor 1700 Jahren geboren wurde. Als Soldat hat er sich ein Herz für die Menschen bewahrt. Er war bereit vom hohen Ross herab zu steigen und sich einem Bettler zuzuwenden und seinen Mantel zu teilen. Dieser geschenkte Lichtblick tragen die Kinder symbolisch in Laternen in die dunkle Jahreszeit hinaus. Viele Hunderte Kinder zogen so durch die Stadt und den Alaunpark zu unserer St. Martin Kirche, wo sie ein Lagerfeuer, leckere Hörnchen und Pferd Hector erwartete. Der Hl. Martin erkannte im Traum, dass Jesus ihn berufen hatte, sein Herz an seine Mitmenschen zu verschenken, so dass Martin damals Christ und Bischof wurde. Daher haben auch wir unsere Kirche geöffnet, für alle, die diesen Raum entdecken wollten als Zeuge christlichen Glaubens.

Herzlichen Dank an alle,
die mitgeholfen haben, dass der Martinszug 2016 in der Dresdner-Neustadt so gut gelingen konnte:
den Ordnern, den Feuer- und Lichtverantwortlichen, den Martinsspiel-Darsteller, allen, auf- und abgebaut haben, dem Eine-Welt-Stand, den Teekochern und -ausschenkern, allen, die vorbereitet und mitgedacht haben, den Holzpferd-Transporteuren …
Lieben Gruß! Rebekka-Chiara Hengge

Bunte Republik N. mit ökumenischem Gottesdienst

Innerhalb der Bunten Republik Neustadt lud uns die evangelische Martin-Luther-Gemeinde zu einem ökumenischem Gottesdienst ein, an dem auch orthodoxe Christen aus Eritrea mitfeierten.

Ein tanzender Chor sang Lieder in Tigrynia, begleitet von einer Konga. Die alttestamentliche Lesung wurde mit wunderbaren Zeichnungen, die dafür skizziert wurden, untermalt. Die Organistin improvisierte an der Orgel, sodass der lange Text lebendig wurde. Eine kurze Predigt, Fürbittgebete, das Abendmahl und gemeinsames Singen …

Die Gemeinden planen für 2017 ein gemeinsames Christusfest am Pfingstmontag im Alaunpark.
Für die Vorbereitung werden auch aus unserer Gemeinde kreative Mitarbeiter gesucht.

Bittet meldet euch bei Rebekka-Chiara Hengge
(gemmeindereferentin@fxdresden.de oder uta.graba@web.de)

 

Ökumene

Sonntag, 19. Juni 2016 im Zeichen der Ökumene Einladung:

zum Gottesdienst 10.00 Uhr in der ev. Christuskirche in Klotzsche


zur Bunten Republik Neustadt zum Gottesdienst 9.30 Uhr in der ev. Martin-Luther-Kirche

Besonders gesucht sind 1-3 Personen, die einen kleinen Infostand unserer Gemeinde zusammenstellen (mit Pfarrhaus-Unterstützung natürlich) und dort am So. vormittag rund um Gottesdienst (Beginn 9.30 Uhr) und anschl. Brunch betreuen.
Außerdem wird Gottesdienstmitwirkung, konkrete Mithilfe beim Brunch und evtl. bei der Kinderbetreuung gesucht. Bitte um Rückmeldung an Rebekka-Chiara Hengge! hengge@fxdresden.de