Kategorie: Ökumene

Mahnwache am 26.02. „Stoppt Waffen“

Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder aller Pfarreien unserer VG
Unterstützt die von der Jugend unter F-J Herzog organisierte Mahnwache und kommt mit!!!
„Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“
Treff am Montag, 26.02.18 von 15.30 – 17.30 Uhr zum Aktionstag in der Prager Str.
Als Christ setzen wir uns ein für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung!
Treffpunkt ist am Denkmal für Völkerfreundschaft Prager Straße (unweit von Karstadt)

Junges Ensemble Dresden 09.12. in der St. Martinkirche

Das Adventskonzert des Jungen Ensembles Dresden am Samstag, den 09.12.17 um 17 Uhr
mit Werken von Murat Coskun, Jan Heinke (UA), Georg Friedrich Händel, Philippe de Monte, Jan Arvid Prée (UA), David Rubin, Antonio Scandello und Vahram Sarkissian.
Das diesjährige Adventskonzert des Jungen Ensembles Dresden ist ein Besonderes: Zusammen mit dem Dresdner Obertonsänger Jan Heinke werden faszinierende Farben chorischer Musik aus 4 Jahrhunderten in Schwingung versetzt. Bekannte Weihnachtslieder wie „Vom Himmel
hoch“ oder „O Heiland reiß die Himmel auf“ werden mit jüdischen und muslimischen Licht-Werken ergänzt, die die religionsübergreifende Bedeutung des Lichtes erlebbar machen. Höhepunkte des Konzertes werden die beiden Uraufführungen von Jan Heinke sowie vom jungen
Dresdner Komponisten Jan-Arvid Prée sein.

„Denn gerade auf dem Prinzip der Möglichkeit und der Beziehung beruhende, neue Weltbild der Quantenphysik dürfte am denkbar stärksten inkompatibel sein mit jeder Form von Dogmatismus und Gesetzesstarre im religiösen Bereich.“
aus: Frido Mann / Christine Mann: „Es werde Licht“

Ein Haus hat viele Steine…

Nach vier Jahren ist es endlich soweit: Das neue Gemeindezentrum Alte Post in Klotzsche wurde am ersten Advent feierlich eingeweiht und hat seine Türen für die Menschen des Stadtteils geöffnet. Hier werden nun neben der ev.-luth. Kirchgemeinde Klotzsche-Hellerau, die Hortkinder der 82. Grundschule, das Heinrich-Schütz-Konservatorium und auch so manch ein Klotzscher „in Gedanken mit einziehen“.

Auch die kath. Heilig-Kreuz-Gemeinde überbrachte Grüße und 11 Tassen mit dem Bild der Christuskirche und der Heilig-Kreuz-Kapelle. Jede Tasse symbolisiert eine schon gelungene ökumenische Aktion der Gemeinden, die sich nicht nur räumlich sehr nahe sind.

„Ein Haus hat viele Steine“ haben wir gemeinsam gesungen und uns unter einem Dach gefühlt.

Über dem Tag lag ein Hauch von Sehnsucht nach viel Gemeinschaft im Stadtteil und einem weiten Herz für alle, die offene Türen suchen.

Stille Zeit

Ökumenischer Kontemplationskreis in Dresden-Klotzsche
„Wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“ (Ps 131,2)

Ab dem 3. Januar 2018 trifft sich der Ökumenische Kontemplationskreis „Stille Zeit“ im Ev. Gemeindezentrum „Alte Post“ (Gertrud-Caspari-Straße 10).
Das Wort Kontemplation bedeutet Anschauung, Betrachtung oder nach einer anderen Übersetzung Con-templum – im Tempel sein. Genau dafür nehmen wir uns an einem Abend im Monat Zeit: In der Stille bei Gott zu sein, in seinem „Tempel“ zu sein, einfach für Ihn da zu sein und ihn zu schauen. Wir lassen auch Ihn auf uns schauen, so wie wir gerade da sind, mit allen unseren alltäglichen Freuden, Sorgen und Gedanken. Dabei wollen wir weder Leistungen erzielen noch spirituelle „Fortschritte“ erreichen. Das stille Beisammensein genügt.
Der Kreis „Stille Zeit“ trifft sich immer am 1. Mittwoch im Monat von 20.00 – 21.15 Uhr. Wir beginnen mit einer kurzen Einführung, meditieren zweimal in der Stille und beenden den Abend mit einem gemeinsamen Gebet.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist auch an einzelnen Abenden möglich. Wir laden alle, die diese Gebetsform ausprobieren möchten, herzlich ein.

Jarka Manitz und Stephan Reinalter

St. Martin feiern

 

Martinsfest 2017 – Ein Rückblick

Am Samstag dem 11.11. erhellten wieder viele Lichter von Laternen und Lampions die Dresdner Neustadt zu Ehren des Heiligen Martin. Vor 1700 Jahren geboren erfuhr der Soldat am eigenen Leibe, wie man Christus nachfolgen kann. Am eindrücklichsten wird dies in der bekannten Geschichte von der Teilung seines Mantels. Eine Hälfte gab er dem frierenden Bettler, in dem ihm ganz konkret Jesus Christus begegnete.

Nach einer Andacht in der Martin-Luther-Kirche zogen viele große und kleine Lichtträger durch den Alaunpark hinauf zur Garnisonkirche, wo sie ein großes Lagerfeuer erwartete. Einige Junge Jugendliche zeigten in einem kleinen Anspiel nochmal die Geschichte von Martin und dem Bettler und anschließend konnten alle selbst erleben, wie es ist zu teilen: Die Martinshörnchen wurden ver- und geteilt. Und auch unsere Kirche konnten entdeckt und erforscht werden: Gemeindereferentin Rebekka-Chiara Hengge stellte sich den zahlreichen Fragen der neugierigen Kinder. Hierfür brauchen wir im nächsten Jahr wahrscheinlich noch mehr Freiwillige, die bereit sind, den wissberiegigen Besuchern Frage und Antwort zu stehen bzw. den Kirchenraum im Blick zu behalten.

Herzlichen Dank an alle,
die mitgeholfen haben, dass der Martinszug 2017 in der Dresdner-Neustadt so gut gelingen konnte:
den Ordnern, der Bläser-Combo, , den Feuer- und Lichtverantwortlichen, den Martinsspiel-Darsteller, allen, die auf- und abgebaut haben, dem Eine-Welt-Stand, den Teekochern und -ausschenkern, allen, die vorbereitet und mitgedacht haben, den Holzpferd-Transporteuren,
der Bunten Kirche Neustadt

St. Martin 2016

 

ökumenischer Gottesdienst zum Reformationsgedenken

In der Neustädter Martin-Luther-Kirche trafen sich unzählige Christen beider Konfessionen zum Gedenken an die Reformation vor 500 Jahren. Die Predigt wurde in 2 Teilen von der katholischen Gemeindereferentin Frau Rebekka-Chiara Hengge und dem evangelisch-lutherischen Gemeindepfarrer Ekkehard Möller gehalten.
Frau Hengge wollte weder die 500 jährige Trennung beklagen, noch die Erfolge der Annäherung loben. Sie fragte, was uns stärken und für die Zukunft fit machen könne.
Zukunft braucht Herkunft! Mit unserer Taufe habe wir „Christus angezogen“. Wir tragen also ein gemeinsames Untergewand, darüber verschiedene farbige Konfessionskleider. Wir haben ein gemeinsames Lebensmodell – Christus.
„Re-form-ation“ findet im Leben jedes Christen und in jeder Kirche, die sich auf ihn beruft, statt. Immer gilt es, die ursprüngliche Form, die Gestalt Christi, zu suchen.
Was macht sie aus? Jesus verkündete: „Das Reich Gottes ist nahe. Es ist mitten unter euch!“ Er feiert das Leben; anfanghaft und gegen alle Widerstände. Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören, Menschen kehren um.
Wir sind gerufen:
– Auge zu sein dort, wo wir mit Blindheit geschlagen sind,
– Ohr zu sein dort, wo wir lieber weghören und uns taub stellen,
– Mund zu sein für die Sprachlosen oder unserer Sprache nicht Mächtigen.
Re-form-ation heisst immer neu die Sehnsucht nach dem verheißenem Paradies wach zu halten;
heisst uns von den Herausforderungen unserer Tage nicht verunsichern oder unterkriegen zu lassen,
den Wegen trauen, die Gott uns heute führt – auch und gerade in den Umbrüchen in Kirche und Gesellschaft.
Re-form-ation – ein Prozess, der andauert und unsere ganze Aufmerksamkeit verdient.

Mit dem Ende der Ausstellung der Martin-Luther-Zitate, die an dünnen Fäden hängend zu lesen waren, war jeder eingeladen sich einen mitzunehmen.
Am 05.11.17 wird nach dem Gottesdienst 9.30 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet:
20 Jahre Neustädter Adventskalender
Es können Kalender aus verschiedenen Jahren erworben werden.

Fürbitten:

Meinst du, dass es Sinn macht,
dass die christlichen Kirchen und Konfessionen immer wieder Wege zueinander suchen? –
Du, unser Gott, wir bitten dich:
Schenke uns Mut und Fantasie für eine Zukunft,
die Gemeinsames bewusst betonnt, feiert und der Welt bezeugt.

 

Denkst du, dass katholische und evangelische Christen
trennende Mauern niederreißen und gegeseitige Verletzungen heilen können? –
Du, unser Gott, wir bitten dich:
Erleuchte Herz und Verstand bei allen, die sich mühen im ökumenischen Prozess – in den Leitungsebenen und ganz konkret von Mensch zu Mensch in unseren Gemeinden.

 

Hast du Hoffnung, dass die Glaubenskriege in der Welt enden und Frieden wird? –
Du, unser Gott, wir bitten dich:
Bewege die Herzen und Gedanken der Religionsführer,
damit der Glaube an dich die Kraft hat eine menschlichere Welt hervorzubringen.

 

Glaubst du, dass Glaube, Hoffnung und Liebe wirklich helfen,
die himmelschreienden Ungerechtigkeiten in der Welt zu beheben? –
Du, unser Gott, wir bitten dich:
Erbarme dich unseres Kleinglaubens, erbarme dich unseres Unvermögens, wirke du durch uns! Wir öffnen uns dir und vertrauen deiner Kraft.

 

Beten können wir alle mit den Formulierungen von Rebekka-Chiara Hengge

Mit dem Ende der Ausstellung der Martin-Luther-Zitate, die an dünnen Fäden hängend zu lesen waren, war jeder eingeladen sich einen mitzunehmen.
Am 05.11.17 wird nach dem Gottesdienst 9.30 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet:
20 Jahre Neustädter Adventskalender
Es können Kalender aus verschiedenen Jahren erworben werden.

Uta Graba

Bunte Republik N. mit ökumenischem Gottesdienst

Auch dieses Jahr gab es innerhalb der Bunten Republik Neustadt in der evangelischen Martin-Luther-Kirche einen ökumenischem Gottesdienst. Wieder waren orthodoxe Christen aus Eritrea und wir katholischen und evangelischen Christen beteiligt.
Zum Kyrie legten viele einen symbolischen Stein auf dem Altar ab. Das Evangelium und die Predigt wurden 2-sprachig gehalten.
Das so ganz ungezwungene Tanzen der Eriträer ist immer wieder beeindruckend, ihre Gemeinde wächst, so viele kleine Kinder waren dabei.
Merken Sie es sich vor, es lohnt sich !

Wer in der Ökumene mitarbeiten möchte, meldet sich im Pfarramt oder bei Rebekka-Chiara Hengge
(gemmeindereferentin@fxdresden.de oder uta.graba@web.de)

 

Kinder besuchen Martin- Luther-Kirche

Im Mai ist das Thema der Kinderkatechese: „Ökumene – Einssein in Jesus Christus“.

Beim Besuch in der evangelischen Martin Luther Kirche wurden sie von Superintendent Pfr. Nollau im Talar empfangen, der sehr lebendig über die Historie, die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der evangelischen und katholischen Kirche informierte. Und die Kinder richteten spannende Fragen an ihn:
– Gibt es in der evangelischen Kirche auch eine Erstkommunion?
– Haben wir die gleichen Gebete?
– Warum werden die Hostien nach dem Abendmahl in die Hostiendose zurückgelegt?
– Wie lange dauert ein Gottesdienst?
– Tragen Sie auch manchmal bunte Kleidung?

Rebekka-Chiara Hengge

Feierabendgottesdienst 11. Mai in St. Martin

Gemeinsam mit 40 anderen Lustigen tranken wir uns mit Erdbeerbowle und Sekt Mut an. Dann sprangen wir ins Abenteuer und stellten uns der existentiellen Frage nach uns selbst. Schnell war klar: Die Natur spielt mit uns ein Nullsummenspiel, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Gibt es einen höheren Sinn als unser Gene weiterzugeben und dann abzutreten? Johnny Cash meinte: „Ain‘t no grave can hold my body down“. Auf die richtige Fährte gebracht, waren wir uns schnell einig: Liebe verlangt Ewigkeit! Der Philosoph Blaise Pascal zeigte uns: Eine unendliche Liebe, die uns aus der bloßen Zufälligkeit unseres Daseins herausreißt und jeden einzelnen Menschen absolut wichtig und unverzichtbar macht, muss es geben! Das wollte Thomas so nicht stehen lassen bis ihm schließlich die unendliche Liebe face to face begegnete. Dann gesellte sich noch Karl Marx zu uns, der meinte, wir seien viel zu theoretisch und überhaupt lenke das religiöse Geschwafel über Unendlichkeit nur ab von den drängenden Fragen im hier uns jetzt. Charlie Chaplin hielt dagegen und sagte, die unendliche Liebe setze einen einzelnen, besser gesagt jeden einzelnen, zufälligen Menschen als absolut nicht gleichgültig, als nicht beliebig, als unbedingt kostbar und wo diese Art von Menschlichkeit mit Füßen getreten wird, bedeute glauben, dagegen zu rebellieren, aufständisch zu werden. Am Ende waren wir uns einig: Dieser Feierabendgottesdienst muss gründlich verdaut werden.
Peter Jost

Musikalische Vesper mit geistlicher Betrachtung

Das Dresdner Blockflötenconsort mit
Katja Johanning, Gabriele Schubert, Luise Ludewig, Katharina Pitt
gestaltete eine besinnliche Vesper ganz besonderer Art

Zu den wunderbaren und so unterschiedlichen Klängen der verschiedensten Flöten und Komponisten wurden durch Jochen Schubert Texte aus den Psalmen und aus „Der alltägliche Charme des Glaubens“ von Fulbert Steffensky (echter 4. Auflage 2005) gelesen. Da leider die Mikrophonanlage schlecht eingestellt war, wird hier der Text zum Nachlesen angefügt

(Zitat Seite 14):
„Man kann nicht über das Gebet sprechen, ohne von Gott zu reden, zu dem wir beten. Wer ist der Beter? Wer ist dieser Gott? Was ist das Gebet? Ich versuche dies zu sagen mit Hilfe eines Gedichts der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral; es ist ein Liebesgedicht mit dem Titel „Scham“ und eines der schönsten Gebete, die ich kenne.
 
Wenn du mich anblickst, werd‘ ich schön,
schön wie das Riedgras unterm Tau.
Wenn ich zum Fluß hinuntersteige,
erkennt das hohe Schilf mein sel’ges Angesicht nicht mehr.
 
Ich schäme mich des tristen Munds,
der Stimme, der zerriss’nen, meiner rauhen Knie.
Jetzt da du mich, heirbeigeeilt, betrachtest,
fand ich mich arm, fühlt‘ mich bloß.
 
Am Wege trafst du keinen Stein,
der nackter wäre in der Morgenröte
als ich, die Frau, auf die du deinen Blick geworfen,
da du sie singen hörtest.
 
Ich werde schweigen. Keiner soll mein Glück
erschaun, der durch das Flachland schreitet,
den Glanz auf meiner plumpen Stirn nicht einer sehen,
das Zittern nicht von meiner Hand …
 
Die Nacht ist da. Aufs Riedgras fällt der Tau.
Senk lange deinen Blick auf mich. Umhüll mich
zärtlich durch dein Wort.
Schon morgen wird, wenn sie zum Fluß hinuntersteigt,
die du geküßt, von Schönheit strahlen.
 
Ich wähle dieses Liebesgedicht zur Erklärung des Beters, des Gebets und des Gottes, zu dem wir beten, weil das Gebet der stärkste Ausdruck der Liebesbeziehung zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott ist und weil alle Gottesliebe ihren Abglanz und ihr Spiel findet in der Liebe der Menschen untereinander.“
 
Eine gute Stunde sich selbst in die Stille und ein Gebet zu versenken.
Um gemeinsam dann zu singen „Erhör, o Gott, mein Flehen …“
Geklatscht wurde nicht, aber die Verbundenheit des gemeinsamen Betens ließ uns anders in unseren Alltag zurückkehren.

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