Kategorie: Heilige

St. Martin feiern

Am 11.11. war es wieder soweit. Viele Kinder trafen sich in der Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Äußeren Neustadt um den Hl. Martin von Tours zu feiern, der vor 1700 Jahren geboren wurde. Als Soldat hat er sich ein Herz für die Menschen bewahrt. Er war bereit vom hohen Ross herab zu steigen und sich einem Bettler zuzuwenden und seinen Mantel zu teilen. Dieser geschenkte Lichtblick tragen die Kinder symbolisch in Laternen in die dunkle Jahreszeit hinaus. Viele Hunderte Kinder zogen so durch die Stadt und den Alaunpark zu unserer St. Martin Kirche, wo sie ein Lagerfeuer, leckere Hörnchen und Pferd Hector erwartete. Der Hl. Martin erkannte im Traum, dass Jesus ihn berufen hatte, sein Herz an seine Mitmenschen zu verschenken, so dass Martin damals Christ und Bischof wurde. Daher haben auch wir unsere Kirche geöffnet, für alle, die diesen Raum entdecken wollten als Zeuge christlichen Glaubens.

Herzlichen Dank an alle,
die mitgeholfen haben, dass der Martinszug 2016 in der Dresdner-Neustadt so gut gelingen konnte:
den Ordnern, den Feuer- und Lichtverantwortlichen, den Martinsspiel-Darsteller, allen, auf- und abgebaut haben, dem Eine-Welt-Stand, den Teekochern und -ausschenkern, allen, die vorbereitet und mitgedacht haben, den Holzpferd-Transporteuren …
Lieben Gruß! Rebekka-Chiara Hengge

Namenspatron St. Franziskus Xaverius

Das Patronat des Franziskus-Xaverius hat die ausgebombte Gemeinde nach ihrem Umzug in die Garnisionkirche (Martinskirche) beibehalten und weist so auf die Gemeindegeschichte dieser Gemeinde auf der Hauptstraße. Der katholische Teil der Simultankirche war so wie auch der evangelische Teil eine reine Militärkirche und in dessen Besitz.

 

Man nennt Franziskus Xaverius auch „Eroberer ohne Land“. Franz Xaver kann sich mit jedem Abenteurer und Entdecker seiner Zeit messen. Aber anders als viele „Eroberer“ zeichnet ihn neben der Verkündigung mit Worten die Sorge um Kinder, Kranke, Arme und Sterbende aus. Er selbst wohnt in einer primitiven Hütte. Mit seinen Mitbrüdern verteidigt er die Perlmuschelfischer gegen ausbeuterische Händler. Seine zahlreich überlieferten Briefe zeugen heute noch von seinem Eifer: „Herr, siehe hier bin ich. Was willst du, dass ich tun soll? Sende mich, wohin du willst, und wenn es gut ist, selbst bis nach Indien.“ Zu sehr hat sich die Welt verändert, dass heute Mission aussehen könnte wie in den Tagen des Franz Xaver. Er bleibt aber Patron der Mission über jedes heute hinaus, wenn wir seinen Rat annehmen:
– in uns zu gehen, um uns selbst, auch unsere Sündhaftigkeit, zu erkennen;
– im Gebet den Willen Gottes erahnen und, auf Gott vertrauend, seinen Willen tun.

Lebensdaten

franz
07.04.1506 Geburt auf Schloss Xaver in Navarra
1525 Beginn des Studiums an der Pariser Universität
1529 1. Begegnung mit Ignatius von Loyola
1534 mit Ignatius und 5 weiteren Studenten Gründung der Gesellschaft Jesu – Jesuiten
1537 Priesterweihe in Venedig
1541 Aufbruch zur Missionsreise nach Indien
1545 Ankunft in Malakka
1546 Reise zu den Molokken
1549 Aufbruch nach Japan
1552 von Goa aus Missionsreise nach China
03.12.1552 Tod auf der Insel Sancian
1553 Überführung des Leichnams nach Malakka
1554 Beisetzung in Goa
1622 Heiligsprechung, gemeinsam mit Ignatius
1927 Ernennung zum Patron aller katholischen Missionen auf dem Erdkreis