Kategorie: Heilige

St. Martin feiern

 

Martinsfest 2017 – Ein Rückblick

Am Samstag dem 11.11. erhellten wieder viele Lichter von Laternen und Lampions die Dresdner Neustadt zu Ehren des Heiligen Martin. Vor 1700 Jahren geboren erfuhr der Soldat am eigenen Leibe, wie man Christus nachfolgen kann. Am eindrücklichsten wird dies in der bekannten Geschichte von der Teilung seines Mantels. Eine Hälfte gab er dem frierenden Bettler, in dem ihm ganz konkret Jesus Christus begegnete.

Nach einer Andacht in der Martin-Luther-Kirche zogen viele große und kleine Lichtträger durch den Alaunpark hinauf zur Garnisonkirche, wo sie ein großes Lagerfeuer erwartete. Einige Junge Jugendliche zeigten in einem kleinen Anspiel nochmal die Geschichte von Martin und dem Bettler und anschließend konnten alle selbst erleben, wie es ist zu teilen: Die Martinshörnchen wurden ver- und geteilt. Und auch unsere Kirche konnten entdeckt und erforscht werden: Gemeindereferentin Rebekka-Chiara Hengge stellte sich den zahlreichen Fragen der neugierigen Kinder. Hierfür brauchen wir im nächsten Jahr wahrscheinlich noch mehr Freiwillige, die bereit sind, den wissberiegigen Besuchern Frage und Antwort zu stehen bzw. den Kirchenraum im Blick zu behalten.

Herzlichen Dank an alle,
die mitgeholfen haben, dass der Martinszug 2017 in der Dresdner-Neustadt so gut gelingen konnte:
den Ordnern, der Bläser-Combo, , den Feuer- und Lichtverantwortlichen, den Martinsspiel-Darsteller, allen, die auf- und abgebaut haben, dem Eine-Welt-Stand, den Teekochern und -ausschenkern, allen, die vorbereitet und mitgedacht haben, den Holzpferd-Transporteuren,
der Bunten Kirche Neustadt

St. Martin 2016

 

Namenspatron St. Franziskus Xaverius

Das Patronat des Franziskus-Xaverius hat die ausgebombte Gemeinde nach ihrem Umzug in die Garnisionkirche (Martinskirche) beibehalten und weist so auf die Gemeindegeschichte dieser Gemeinde auf der Hauptstraße. Der katholische Teil der Simultankirche war so wie auch der evangelische Teil eine reine Militärkirche und in dessen Besitz.

 

Man nennt Franziskus Xaverius auch „Eroberer ohne Land“. Franz Xaver kann sich mit jedem Abenteurer und Entdecker seiner Zeit messen. Aber anders als viele „Eroberer“ zeichnet ihn neben der Verkündigung mit Worten die Sorge um Kinder, Kranke, Arme und Sterbende aus. Er selbst wohnt in einer primitiven Hütte. Mit seinen Mitbrüdern verteidigt er die Perlmuschelfischer gegen ausbeuterische Händler. Seine zahlreich überlieferten Briefe zeugen heute noch von seinem Eifer: „Herr, siehe hier bin ich. Was willst du, dass ich tun soll? Sende mich, wohin du willst, und wenn es gut ist, selbst bis nach Indien.“ Zu sehr hat sich die Welt verändert, dass heute Mission aussehen könnte wie in den Tagen des Franz Xaver. Er bleibt aber Patron der Mission über jedes heute hinaus, wenn wir seinen Rat annehmen:
– in uns zu gehen, um uns selbst, auch unsere Sündhaftigkeit, zu erkennen;
– im Gebet den Willen Gottes erahnen und, auf Gott vertrauend, seinen Willen tun.

Lebensdaten

franz
07.04.1506 Geburt auf Schloss Xaver in Navarra
1525 Beginn des Studiums an der Pariser Universität
1529 1. Begegnung mit Ignatius von Loyola
1534 mit Ignatius und 5 weiteren Studenten Gründung der Gesellschaft Jesu – Jesuiten
1537 Priesterweihe in Venedig
1541 Aufbruch zur Missionsreise nach Indien
1545 Ankunft in Malakka
1546 Reise zu den Molokken
1549 Aufbruch nach Japan
1552 von Goa aus Missionsreise nach China
03.12.1552 Tod auf der Insel Sancian
1553 Überführung des Leichnams nach Malakka
1554 Beisetzung in Goa
1622 Heiligsprechung, gemeinsam mit Ignatius
1927 Ernennung zum Patron aller katholischen Missionen auf dem Erdkreis