Kategorie: Geschichte

Ausbau und Restaurierung der Orgel

Von Herbst 2003 bis Frühjahr 2004 war die Orgelempore hinter Planen versteckt und eingerüstet. Die Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich, die sanierte die Orgel in der St. Martinskirche.
Viele Details der Orgel geben noch heute Zeugnis von der liebevollen Arbeit der Orgelbauer der Fa. Jehmlich. Hier ein paar Beispiele aus der Nähe betrachtet:
Das Schnitzwerk an der Spitze über den großen Orgelpfeifen oder der mit Blattwerkschnitzereien verzierte Abschluß eines Gehäuseteiles. Auch den dicken Schmutzschichten gelingt es nicht, die einstige Schönheit zu verbergen. Die Umrahmung der Orgelpfeifen ist nicht minder kunstvoll gestaltet und man kann sich schon vorstellen, welch Hochgefühl es für einen Organisten gewesen sein muß, auf dieser Orgel zu spielen. Leider konnte man davon lange Zeit nur im Präteritum schreiben, denn über allem lag bis vor kurzem der Staub von mehreren Jahrzehnten. Dies ist nicht nur symbolisch gemeint, denn die hin und wieder bei einem Kirchenputz erfolgende Entstaubung erreichte nicht die schwindelnden Höhen aller Schmuckelemente. Auch hilft Säubern alleine nicht unbedingt gegen Verfall, und so sind leider einige der kleinen Kunstwerke nicht nur verstaubt, sondern auch etwas kaputt gegangen.

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Das Pfeifenwerk steht auf pneumatisch angesteuerten Kegelladen. Das Pneuma kommt also von unten in die Labialpfeife und weil immer mehr davon hineingepresst wird, versucht es, aus dem engen unteren Teil der Pfeife zu entkommen, und zwängt sich zu diesem Zweck durch einen engen Spalt, der Kernspalte heißt und von außen auch gesehen werden kann. Der eine Teil des Pneumas ist wieder draußen, während der andere im Inneren der Pfeife periodische Luftwirbel verursacht und die dort stehende Luftsäule anregt. Je nachdem, wie lang dann die Pfeife ist, hat jede Luftsäule eine andere Resonanzfrequenz. Erhörbar für den Laien ist dies nur an den unterschiedlichen Tonhöhen.
Damit man zum Zwecke der Erzeugung eines Luftstromes nicht die ganze Zeit mit den Füßen treten oder eine andere Person zu körperlichen Höchstleistungen antreiben muss, wurden 1904 in unsere schöne Orgel Wassermotoren mit 1,2 PS eingebaut. Irgendwann so gegen 1917 beschlagnahmte man die Zinn-Prospektpfeifen, woraufhin diese dann später nach einem Angebot vom 15. Mai 1919 für 2.250,10 Mark durch Zink-Pfeifen ersetzt werden mussten. Die Luftstromerzeugung mittels Wassermotoren unterlag später auch dem Wandel der Zeit; die Wassermotoren wurden 1937 gegen elektrische Gebläsemotoren ausgetauscht.
Nachdem 1954 die gesamte Orgel nochmals gründlich überarbeitet worden war, hörte man vom Ausbau des Schwesterinstruments im benachbarten evangelischen Teil der Garnisonkirche, der im Jahr 1969 stattfand. Letztmalig erklang unsere Orgel im Jahr 1980, bevor anschließend die Balganlage entfernt wurde. Das als romantische Orgel errichtete Instrument versank verstimmt in Schweigen.
Wegen Geldmangels in jenen Jahren blieb sie ansonsten im Originalzustand erhalten und gilt als wichtiges Zeitdokument des spätromantischen Orgelbaus. Aus dem Schlafe wachgeküsst wurde das Instrument nun vom Förderverein St. Martin (ehemalige Garnisonkirche) e.V.. Mit der Restaurierung und Rekonstruktion wurde die Firma Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH betraut.
Damit die Orgel jedoch nicht nur einen reinen Klang erhielt, sondern auch wieder zu einem audio-visuell-erlebbaren Ereignis wurde, sind auch schon einige Gebäudeteile um die Orgel herum renoviert worden.
Der Förderverein Simultankirche St. Martin (ehemalige Garnisonkirche) e.V. organisierte mit Spendengelder diese teilweisige Renovierung in Höhe von ca. 6.000 € (und den Kosten des Gerüstes).

Baugeschichte der Martinskirche (ehem. Simultankirche)

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Link zum Festvortrag von Eberhard Prause zur 100-Jahrfeier

 

Fotos der Restaurierung der Kirche von 2005/06

Für die Kasernenanlagen der „Albertstadt“ wurde 1879 ein Wettbewerb für ein eigenes Gotteshaus ausgelobt. Der 1. Preis ging an die Architekten William Lossow und Hermann Viehweger, die sich in Dresden bereits um das Schauspielhaus verdient gemacht hatten. Der Bau zweier Kirchen (für jede Konfession eine) unter einem Dach, einer sogenannten Simultankirche, wurde mit dem Gesamtgrundriss in Form eines lateinischen Kreuzes gebaut. Der evangelische Teil  (breites Querhaus) und der katholische Teil  (verkürztes Langhaus) berühren sich mit einer dicken Brandmauer und werden unter einem Dach verbunden, sodass die Garnisionkirche wie ein ganzes Langhaus erscheint. Die Chöre sind nach Süden ausgerichtet.
Die Grundsteinlegung erfolgte im Beisein von Vertretern des Staates, des Königshauses und der Kirchen am 28. Oktober 1895. Bemerkenswert ist, dass insgesamt 3 Grundsteine gelegt wurden, wovon einer für den katholischen, einer für den evangelischen Teil und einer für den Turm bestimmt war. Die Einweihung erfolgte am 28. Oktober 1900.
Der auf quadratischem Grundriss erbaute 90 m hohe Turm erinnert in Form und Stellung an einen italienischen Campanile. Er ist vom Fuß bis zur Spitze aus Sandstein gemauert und durch eine vergoldete Turmkugel und ein Kreuz bekrönt. Gegliedert ist der Turm in mehrere Geschosse. Zu ebener Erde befindet sich eine offene Halle mit 2 großen, durch Archivolten verzierten Stufenpor- talen nach Norden und Osten, wo mehrere Bronzegedenktafeln für gefallene Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) angebracht sind. Darüber sind 2 geschlossene Geschosse, die sich durch Rundbogenfriese und Blendarkaden hervorheben, 2 Löwen halten ein sächsisches Wappen.
Der im Geschossinnern befindliche, in englischem Rot ausgemalte Raum beherbergt ein Gipsmodell der Kirche im Maßstab 1:100 sowie zahlreiche Modelle und Formstücke von Schmuckelementen, Kapitellen und Konsolen der Innenausstattung der Kirche. In den nächsten 2 Geschossen, gekennzeichnet durch überliegende schlanke 3-teilige Fenstergruppen, befinden sich 2 Glockenstühle. Im davon oberen Geschoss sind 4 Balkone vorhanden. Der viereckige Grundriss wird abgeschlossen durch einen Rundbogenfries. Die darauffolgenden 4 Ecktürmchen bilden mit dem „Uhrgeschoss“ den Übergang zum Achteck. Das darüberliegende Geschoss wird gegliedert durch Balustraden mit Rundbogentüren, Rosen und Spitzgiebeln.
Äußerlich ist die Kirche durch eine Quaderung der Sandsteinfassade geprägt. An der Südfassade ist deutlich die Doppelfunktion erkennbar: links der breite, stark hervorspringende evangelische Chor mit 3 großen Fensterrosen, seitlich begrenzt durch Treppentürme und vorgelagerten Kapellenkranz, im neuromanischen Stil ausgeführt, während der rechts daneben liegende kleinere katholische Chor mehr dem gotischen Vorbild folgt. Kräftige Strebepfeiler zwischen den Rundbogenfenstern betonen hier die Vertikale.
Die großen Ost- und Westgiebel werden bestimmt durch eine Fensterrose über den Eingangsportalen. Die durch den Turm geteilte Nordfassade besitzt ebenfalls 2 Giebel mit Fensterrose sowie darunterliegende Rundbogenfenstergalerien über den jeweiligen Eingangsportalen beider Kirchen.
Das Steildach der Kirche ist stark gegliedert und nimmt 2/5 der Gesamthöhe des Baues ein. Die Giebelfirstpunkte sind durch Kreuzblumen, die Traufpunkte durch Fialen geziert, Dreiecksgaupen lockern das Dach auf. Nach dem Vorbild der Gotik finden sich Wasserspeier in Gestalt von Dämonenköpfen wieder wie z.B. am Eingang zur katholischen Sakristei.
Der Hauptaltar aus Cottaer Sandstein trägt mehrere Glasmosaiken. Das Altarbild zeigt Christus als Weltenrichter vor einem goldenen Hintergrund. Rechts und links davon stehen die Sandsteinplastiken der Apostel Petrus und Paulus. Hinter dem Altar verläuft ein Prozessionsgang. Über der linken Empore unter der Ostrose befindet sich ein Glasmosaik, das den Erzengel Michael darstellt. Dem gegenüber oberhalb der rechten Empore ist ein gemalter Vorhang zu sehen, der an der Trennwand zum evangelischen Teil die Ökumene symbolisiert. Die Orgelempore besitzt ein kräftiges Gesims aus Blendarkaden. Bei der Orgel handelt es sich um ein pneumatisches Instrument der Firma Jehmlich. Sie wurde restauriert und 2004 wieder eingeweiht. Beeindruckend ist das Gewölbe über dem Mittelschiff, das auf 4 Pfeilern ruht, die jedoch im Gegensatz zum evangelischen Teil keine statische Funktion haben. Die sternförmigen Gewölberippen, die durch ringförmige Schlusssteine betont werden, sind durch verschiedene farbige Ornamente verziert und haben rein dekorative Bedeutung. Die Decke ist mit einem Sternenhimmel in blau und gold sowie vier Engeln ausgemalt. Die Wände bis zur Kämpferhöhe tragen eine Quaderbemalung im Ockerton mit weißen Fugen. Die Restaurierung der Deckenausmalung wurde 2007 abgeschlossen. Die gesamte Restaurierung der Innenausmalung (Sakristei und Kapellen) wurde 2009 abgeschlossen.
Die Ausmalung des katholischen Kirchenraums befindet sich noch heute im Ursprungszustand, wobei sie teilweise originalgetreu restauriert wurde. Im Zuge der Liturgiereform der katholischen Kirche nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde 1971/1972 die Kirche nach Plänen des Architekten Gonschor umgestaltet. Dabei entfernte man die Kanzel, zwei Seitenaltäre, den Kronleuchter und die Kommunionbank. Der heutige Zelebrationsaltar in Form eines Omega sowie das Lesepult in Alpha-Form wurden im Rahmen des hundertjährigen Kirchweihjubiläums aufgestellt.
Die 1954 neugestalteten Chorfenster wurden Ende der neunziger Jahre des 20. Jh. restauriert. Die darüber liegenden Fenster im Maßwerk, die Fenster im Prozessionsgang sowie die Nordfenster zeigen noch den Originalzustand. Sie wurden in den letzten Jahren ebenfalls restauriert. Die Restaurierungsarbeiten wurden durch eingenommene Spenden und Mittel des Fördervereins und der Pfarrgemeinde Fanziskus-Xaverius sowie durch Fördermittel finanziert. Die Ostrose war durch Kriegseinwirkung 1945 zerstört worden. Sie wurde danach weiß verglast und ist Ende der achtziger Jahre farblich neu gestaltet worden.
Die Garnisonkirche diente nur bis 1945 der Garnison als Kirche. Seitdem ist sie Heimat der katholischen St.-Franziskus-Xaverius-Gemeinde, deren Kirche an der Hauptstraße durch die Bombenangriffe vom 13./14. Februar 1945 zerstört wurde. (Aus dieser Kirche stammt auch das Mutter-Gottes-Bild im linken Seitenschiff, eine Kopie des heute im Dom St. Jakobus zu Innsbruck hängenden Altarbildes von Lucas Cranach d. Ä.) Eine Seitenkapelle wurde dem Namenspatron der Gemeinde, Franziskus Xaverius, geweiht.
Seit dem Umzug der Offiziersschule des Heeres von Hannover nach Dresden 1998 wird die katholische Seite auch von der Militärseelsorge beider Konfessionen genutzt. Der evangelische Teil wird nicht mehr sakral genutzt. Jahre lang waren dort der Theaterfundus und die Phonothek der ehemaligen Sächsischen Landesbibliothek (heute Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek) untergebracht. Seit 2004 beherbergt der evangelische Teil die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Theaterfundus.

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte der Gemeinde Heilig Kreuz in Klotzsche 2004

Bischof Withego II. von Meißen, 19.09.1321
„Da sie (die Klotzscher) besonders wegen der schlechten Wegeverhältnisse und der allzu großen Entfernung die Mutterkirche – nämlich die Kirche in Dresden -, nicht sicher erreichen konnten, haben die vorgenannten Pfarrkinder uns demütig gebeten, dass wir Sorge tragen mögen, die vorgenannte Kirche in Klotzsche von der Kirche in Dresden abzusondern und zu trennen und aus der Kirche in Klotzsche eine eigene Pfarre zu machen.“

 

Bischof Joachim von Dresden-Meißen, 20.12.2004
„Aus pastoraler Sorge um das Wohl aller Gläubigen im Bistum Dresden-Meißen ist es erforderlich, die Strukturen einzelner Pfarreien neu zu ordnen. Nach Anhören des Domkapitels, des Priesterrates und der Beteiligten werden die Pfarreien „Heilig Kreuz“ in Dresden-Klotzsche und „St. Franziskus Xaverius“ in Dresden-Neustadt hiermit … vereinigt.
Gesamtrechtsnachfolger ist die Pfarrei St. Franziskus Xaverius in Dresden-Neustadt.“

Etwas ganz Wichtiges aber ist geblieben: die Sorge des Bischofs um die Gläubigen und ihre Einheit. Ob das Glaubensvolk heute die Notwendigkeiten ihrer Zeit ebenso klar erkennt wie damals? Damals kamen die Gläubigen in ihrer Not zum Bischof mit ihrer Bitte, heute muss der Bischof aus personeller und finanzieller Not die Gläubigen bitten.

Modernes Schöpfungsfenster in St. Martin

In der St. Martinskirche wurde von Claudia Hauptmann im Rahmen eines Praktikums als Glasmalerin um die Wendezeit (1989/90) geschaffen. Es ist jetzt über dem linken Seitenschiff im katholischen Teil zu sehen. Das Fenster stellt die Schöpfungsgeschichte dar. Auf die Idee brachte die Künstlerin die Anzahl der Segmente; sechs Einheiten stehen um eine siebte.
Das Fenster ähnelt auf den ersten Blick einer Blume, aber durch die kleinen Dreiecke, die zwischen den einzelnen „Blütenblättern“ stehen, entsteht wieder der Kreis, der auch bei anderen Fenstern in dieser Kirche oft zu entdecken ist, z. B. hinter der Orgel als Rosette. Jede der Einheiten, außer der mittleren, ist noch einmal durch einen schwarzen Strich in ein Trapez und einen Halbkreis geteilt. Diese Striche ergänzen sich zu einem Sechseck. Die mittlere Einheit nimmt in sich wieder die Kreisform auf. In ihr erscheint, zwar klein, aber doch gut zu erkennen, weil es fast durchsichtig ist, das Sechseck wieder. Hier wird es aber durch den Davidsstern gebildet. Es liegen also zwei Dreiecke, ein hellblaues und ein gelbbraunes, übereinander, deren Schnittfläche weiß ist. Auffällig ist, daß innerhalb des großen Sechseckes überwiegend kräftige Blau- und Grüntöne zu sehen sind, während in den äußeren Abschnitten matte Pastelltöne vorherrschen. Der Kunsttechnik entsprechend verwendet die Künstlerin nur reine Farben.
Schülerarbeit von Charlotte Scheffler

Namenspatron St. Franziskus Xaverius

Das Patronat des Franziskus-Xaverius hat die ausgebombte Gemeinde nach ihrem Umzug in die Garnisionkirche (Martinskirche) beibehalten und weist so auf die Gemeindegeschichte dieser Gemeinde auf der Hauptstraße. Der katholische Teil der Simultankirche war so wie auch der evangelische Teil eine reine Militärkirche und in dessen Besitz.

 

Man nennt Franziskus Xaverius auch „Eroberer ohne Land“. Franz Xaver kann sich mit jedem Abenteurer und Entdecker seiner Zeit messen. Aber anders als viele „Eroberer“ zeichnet ihn neben der Verkündigung mit Worten die Sorge um Kinder, Kranke, Arme und Sterbende aus. Er selbst wohnt in einer primitiven Hütte. Mit seinen Mitbrüdern verteidigt er die Perlmuschelfischer gegen ausbeuterische Händler. Seine zahlreich überlieferten Briefe zeugen heute noch von seinem Eifer: „Herr, siehe hier bin ich. Was willst du, dass ich tun soll? Sende mich, wohin du willst, und wenn es gut ist, selbst bis nach Indien.“ Zu sehr hat sich die Welt verändert, dass heute Mission aussehen könnte wie in den Tagen des Franz Xaver. Er bleibt aber Patron der Mission über jedes heute hinaus, wenn wir seinen Rat annehmen:
– in uns zu gehen, um uns selbst, auch unsere Sündhaftigkeit, zu erkennen;
– im Gebet den Willen Gottes erahnen und, auf Gott vertrauend, seinen Willen tun.

Lebensdaten

franz
07.04.1506 Geburt auf Schloss Xaver in Navarra
1525 Beginn des Studiums an der Pariser Universität
1529 1. Begegnung mit Ignatius von Loyola
1534 mit Ignatius und 5 weiteren Studenten Gründung der Gesellschaft Jesu – Jesuiten
1537 Priesterweihe in Venedig
1541 Aufbruch zur Missionsreise nach Indien
1545 Ankunft in Malakka
1546 Reise zu den Molokken
1549 Aufbruch nach Japan
1552 von Goa aus Missionsreise nach China
03.12.1552 Tod auf der Insel Sancian
1553 Überführung des Leichnams nach Malakka
1554 Beisetzung in Goa
1622 Heiligsprechung, gemeinsam mit Ignatius
1927 Ernennung zum Patron aller katholischen Missionen auf dem Erdkreis

Förderverein

Ziele des Fördervereins Simultankirche St. Martin (ehemalige Garnisonkirche) e.V.

– Erhalt der Simultankirche St. Martin in Dresden-Neustadt
– Erhalt des katholischen Kirchenteils für gottesdienstliche Zwecke
– Unterstützung der Finanzierung zur Sanierung der Einrichtung als Kirche
und Ort kulturellen Schaffens

Kontakt:

Eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Dresden unter VR 27 43

Der Verein ist berechtigt, Zuwendungsbescheinigungen auszustellen. Bitte Mitgliedsbeiträge oder Spenden an unser Konto: IBAN: DE15 8502 0500 0003 5919 00 BIC: BFSWDE33DRE

Über unsere Arbeit

Der Verein wurde am 23. April 1995 in Dresden gegründet, als eine Zweckentfremdung der ehemaligen Garnisonkirche St. Martin angedacht war.

Seit Anfang der 90er-Jahre, die durch Sanierung und Wohnungsneubau in der Äußeren Neustadt gekennzeichnet sind, rückt die Kirche mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Belebung des Viertels spiegelt sich auch in der ständig wachsenden und sich verjüngenden Gemeinde wieder.

Mit der Sanierung der Albertstadt-Kasernen und dem damit verbundenen Umzug der Offiziersschule des Heeres von Hannover nach Dresden im Jahre 1998 ist der ursprüngliche Zweck der Kirche wieder in den vordergrund getreten. Seitdem wird sie neben der katholischen Gemeinde „St. Franziskus Xaverius“ auch durch die Militärseelsorge genutzt.

Der Förderverein weckte in der Öffentlichkeit großes Interesse an diesem einzigartigen Bauwerk. Regelmäßige Führung sowie Benefitzkonzerte mit Gospel Locomotion aus Leipzig, RISIKO aus Dresden, dem Heeresmusikcorps aus Erfurt und dem Collegium Instrumentalis aus Tarmstedt fanden großen Zuspruch. Inzwischen wurden die Benefizkonzerte durch die Reihe „Musik in St. Martin“ mit vier jährlichen Veranstaltungen abgelöst.

Nachdem ein Sturm 1997 ein Rundbogenteil eines Altarfensters zerstörte, wurde deren schrittweise Restaurierung in Angriff genommen.

Nach fast zweijähriger Arbeit sind fünf Altarfester (die vollständige Apsis) restauriert worden. Die Fenster einschließlich der 100-jährigen Bleiglasfenster im Maßwerk erhielten eine zusätzliche Schutzverglasung und doppelte Rahmen.

Mit dem Eigentümerwechsel 1998 bestand erstmalig die Möglichkeit, Fördermittel für Restaurierungsarbeiten beim Freistaat Sachsen zu beantragen.

Zum 100-jährigen Kirchweihfest vom 21.-29. Oktober 2000 konnten die Bleiglasfenster der Nordfassade restauriert der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Förderverein unterstützte die Gemeinde bei der Restaurierung der beiden Erzengelfenster rechts und links der Apsis.

Am Palmsonntag, dem 04. April 2004, wurde die restaurierte Jehmlich-Orgel von Bischof Joachim Reinelt wieder geweiht. Die Kosten bestritt die Gemeinde durch Fördermittel, Spenden und Unterstützung des Fördervereins.

Inzwischen konnten wir das 110-jährige Jubiläum unserer Kirche feiern. Dem großen Engagement von Gemeinde, Förderverein und vielen interessierten und spendenfreudigen Besuchern aus Nah und Fern ist es zu danken, dass wir die Ausmalung im kompletten katholischen Kirchenraum, sowie in Kapellen, Sakristei, Eingangsbereich und Aufgängen denkmalgerecht restaurieren lassen konnten. Außerdem wurde die Beleuchtung restauriert bzw. erneuert.

Unser nächstes Ziel ist die Restaurierung bzw. Erneuerung von Glockenstuhl und Glocken.