„So da sein, wie er da ist“ – Die Kunst des geistlichen Sehens

Mosaik in der Kirche der Brotvermehrung in Tabka am See Genezareth

Im 3. Newsletter der Steuerungsgruppe waren die einzelnen Gemeinden eingeladen nicht nur gemeinsam Gottesdienst zu feiern, sondern auch anschließend diesen „Bibliolog“ fortzuführen. Zum Wochenende an dem der Reformationstag anschloss hatte ich leider keine Zeit, so nahm ich am 19.11. in Klotzsche daran teil. Statt einer Predigt lud uns Pfarrer Posielek zu einem Bibliolog über das Evangelium der Brotvermehrung ein. (Joh. 6, 1-15) Zum Flughafen ist es ja von Klotzsche nicht weit, wir flogen in Gedanken nach Israel und versetzten uns in ganz verschiedenen Positionen der Menschen im Evangelium.
Im Mehrzweckraum des Kindergartens hörten wir nach dem Gottesdienst noch einmal das Evangelium. Die einzelnen Verse waren im Raum verteilt und wir sollten sie abschreiten, uns den für uns heute bedeutsamen Vers suchen. – Es war beeindruckend die Antworten der einzelnen Gemeindemitglieder zu hören: Zum Vers 6 „Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er wusste, was er tun wollte.“ sagte eine Schülerin: „Das find ich gemein von Jesus so zu fragen, warum tut er das?“ ein alter Mann hingegen hatte sich dieses Wort gesucht, da er sich in der Sicherheit Jesu geborgen fühlt. So verschiedene Gedanken zu diesem bekannten Text konnte ich hören.
Im 3. Teil war gefragt, wie von Phillipus bzw. Andreas mit der Situation umgehen. Phillipus schätzt die Ressourcen kritisch ab und gibt den Ball wieder an Jesus zurück. Andreas sieht einen Jungen mit 2 Fischen und 5 Broten. M.M. sagte: „Wo ein Korb mit 2 Fischen und 5 Broten ist, ist vielleicht auch noch ein zweiter.“ Ja genau er bleibt nicht bei Bedenken und Hindernissen stehen, sieht Möglichkeiten, die sich auf tun.
Wir sind in der Verantwortungsgemeinschaft mehr als 5000 und in unserer Verschiedenartigkeit als Kind, Frau und Mann jeden Alters und jeder Profession, mit den verschiedenen Talenten können wir jeder etwas in diese Gemeinschaft einbringen. Dieses Treffen war ein so wunderbares Bild dafür.

Uta Graba